231Achtzehnter Abschnitt.schen Festes nach Sparta zurük. Diese Schlacht hatteeine Regierungsveränderung in Argos zur Folge. DieDemocratie ward abgeschafft, aber im folgenden Jah-re durch den Alcibiades wieder hergestellt, dessen grän-zenloser Ehrgeiz, begünstigt durch eine bleibende An-hänglichkeit des Volkes, zuerst die Eroberung vonSicilien und der griechischen Kolonien in Italien beab-sichtete, um alsdann durch die Unterwerfung der Nord-küste von Afrika, Athens Oberherrschaft über denschönsten Theil der Erde zu begründen.Während Alcibiades mit diesem ungeheuern Ent-wurfe beschäftigt war, erschienen zu Anthen Abgesandteder Stadt Egestae, einer jonischen Kolonie in Sici-lien, die damals, so wie die Stadt Leontium, mitden mächtigen Staaten von Selinus und Syrakus imKriege war. Die Leontiner waren bereits aus ihrenWohnsitzen vertrieben, und die Egestäer zu Lande undzu Wasser hart bedrängt. Ihre Gesandten sprachendie alten Rechte der Verwandtschaft der Athener an,und stellten vor, jezt sei der rechte Zeitpunkt, ihrenjonischen Brüdern in Sizilien zu Hülfe zu kommen,da diese noch Kräfte genug zu ihrem Beistand hätten.Sie versprachen den Athenern, für eine Flotte vonsechzig Kriegsschiffen monatlich sechzig Talente zu be-zahlen, und prahlten mit ungeheuern Schätzen, diezur Führung des Krieges in Egestae bereit lägen.Wirklich hatten die Egestäer eine sehr bedeutende An-zahl goldene und silberne Gefäße zusammengeborgt,die sie den zu Untersuchung ihrer Reichthumer vonAthen gekommenen Gesandten vorzeigten. Sie gabendiesen Gesandten eine Summe von sechzig Talentenmit, die sie durch alle möglichen Mittel zusammenge-bracht hatten; die Athener, verführt durch diesenSchein von Freigebigkeit, und durch ihren LieblingAlcibiades verleitet, beschlossen den Krieg. Nicias,deſſen
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