214Geschichte der Griechen,ist nicht so leicht gewonnen. Die siegende Partheihatte den Nicostratus, der zu einer andern Unterneh-mung absegeln wollte, ersucht, fünf seiner Kriegsschif-fe zum Schuz gegen neue Unruhen zurükzulassen; siewollten diese Schiffe durch eben so viele von ihrerFlotte ersetzen; dieser Vorschlag ward genehmigt. Alsaber diese fünf Schiffe blos mit Anhängern der Ari-stokraten bemannt wurden, besorgten diese, man möch-te sie troz der so eben geschlossenen Verträge nachAthen führen und zum Tode verdammen; sie flohen ineinen Tempel, und die Bürger, die diesen Mangel anVertrauen einem festen Vorsaz zu künftigen Gewaltthä-tigkeiten zuschrieben, waren im Begriff sie zu ermorden,als Nicostrates die Unglüklichen in Schuz nahm; siewurden, vierhundert an der Zahl, auf eine nahe gelege-ne Insel gebracht, und mit Lebensmitteln versehen.Jezt erschien die von Alcidas und Brasidas befehlig-te Flotte der Peloponneser vor Corcyra. Sie hattezum zweitenmal ihre Bestimmung verfehlt, denn Mity-lene war gefallen, ehe Alcidas dort anlangte, und dieAnhänger von Sparta, die Aristokraten von Corcyra, warenvon den Bürgern bezwungen; doch konnten die Peloponne-ser vielleicht Corcyra erobern, wenn der furchtsame undbedächtliche Alcidas dem Vorschlage des tapfern Brasi-das gefolgt hätte. Die Peloponneser hatten die Flot-te der Corcyräer, die gegen den Rath des Nicostra-tus nicht in Schlachtordnung, sondern einzeln, so wiejedes Schiff bemannt war, gegen die Feinde auslief,geschlagen und dreizehn ihrer Schiffe versenkt. Niko-stratus war mit seinen zwölf Schiffen der Uebermachtseiner Gegner, die ihm dreifach überlegen waren, erstdann gewichen, als die Abtheilung der Corcyräer un-fähig war, das Treffen fortzusezen, oder zu erneuern.Statt seinen Sieg zu verfolgen, und nach demVor⸗
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