Geschichte der Griechen,212Herrschaft von Corcyra in die Gewalt der Vornehmenzu bringen, gänzlich vereitelt, und die Verurtheilten,die ihre Parthei für verloren hielten, wenn dieser An-trag durchgesezt wurde, verließen in Verzweiflung dieAltäre, sammelten einige ihrer Freunde, stürzten mitDolchen bewaffnet in die Rathsversammlung, und er-mordeten den Peithias nebst sechzig Mitgliedern desRathes, die übrigen flohen auf ein athenisches Kriegs-schiff, das zufällig im Hafen lag, und sogleich nachAthen ſegelte.Die Aufruͤhrer beriefen nun das Volk zusammen,das in dem Augenblicke des Schreckens seine Besin-nung verloren zu haben schien; sie stellten ihre Thatals das einzige Mittel dar, ihre Republik von derHerrschaft Athens zu befreien, sie schlugen ferner einevollständige Neutralität vor, und schikten Gesandtenach Athen, um ihre Schandthat als einen unvorbe-reiteten Ausbruch augenbliklicher Leidenschaft zu ent-schuldigen, und sich mit den von Corcyra entflohenenBürgern zu versöhnen; sie wurden aber sogleich ge-fangen, und nach Aegina geführt..Jezt erschien ein Schiff aus Korinth, mit Ge-sandten von Sparta zu Corcyra; statt die Gährungzu dämpfen, ermunterten diese Gesandten die Partheider Aristokraten, das durch den Verlust seiner Vor-stände in Schrecken gesezte Volk gänzlich zu unterjo-chen, und so den lange entworfenen Plan auszufüh-ren. Das Volk war eben auf dem Marktplaz versam-melt, als die Aristokraten mit Dolchen sich auf dieBürger warfen, und eine große Anzahl derselben er-mordeten. Die ganz unvorbereiteten Bürger, un-fähig zum Widerstande, flohen in die Festungund zu dem Hyllaischen Hafen; gegen den Abendhatten sie die am höchsten gelegenen Theile derStadt
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