und
Siebenzehnter Abschnitt.211de oder des Adels (Aristokratie) deutlich ausspricht.Wir haben bereits erwähnt, daß gleich nach dem dieFeindseligkeiten zwischen Corcyra und Korinth ausge-brochen waren, mehrere Bürger der ersten Stadt indie Hände der Korinther fielen. Viele dieser Bürgerstammten aus den angesehensten Geschlechtern, und dieKorinther gründeten hierauf einen weit aussehendenEntwurf, die Insel Corcyra wieder unter ihre Herr-schaft zu bringen. Weit entfernt, sie die Beschwerdender Gefangenschaft fühlen zu lassen, nahmen sie diesel-ben gastfreundlich auf, und suchten sie, jeden einzeln,durch Vorstellungen des Glückes, das Corcyra früherin der Verbindung mit Korinth genossen hatte, viel-leicht auch durch das Versprechen, ihnen die Herr-schaft über ihre Vaterstadt zu verschaffen, von demBunde mit Athen loszureissen. Dieser Kunstgriff ge-lang, und die Corcyräer kehrten unter dem Vorwan-de, die zu ihrer Loskaufung geforderte Summe zu-sammen zu bringen, in ihre Vaterstadt zurük.Sie suchten nun die Lenker des Volkes, unter denenPeithias den ersten Rang behauptete, bei dem Volke inVerdacht zu bringen, daß sie Corcyra der Bothmäßigkeitder Athener unterwerfen wollten. Peithias ward wegendiesem Verbrechen angeklagt, aber von dem Volke frei-gesprochen. Kaum war dieses geschehen, als Peithiasfünf der vornehmsten Gegner der Volksparthei desVerbrechens anklagte, daß ſie in den heiligen Hainen des Ju-piters Pfähle hauen ließen. Sie wurden überwiesenund zu einer Geldstrafe verurtheilt, die ihr Vermögenüberstieg. Sie nahmen ihre Zuflucht zu den Altärender Götter, und während sich ihre Freunde bemühten,Linderung der Strafe zu erhalten, trug Peithias demobersten Rathe vor, die Verbindung mit Athen zumSchuz und Angriff zu erneuern. Dieser Antrag hätteden mit den Korinthern verabredeten Entwurf, dieHerr-D 2