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1 (1821)
Entstehung
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205
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205Siebenzehnter Abschnitt.wir der Tapferkeit schuldig sind. Ihr habt uns ihreGebeine anvertraut, die wir Zeugen ihres Mutheswaren, und jezt wollt ihr diese theuern Reste ihrenMördern, den Thebern überlassen, die in der Schlachtbei Plataea gegen sie gefochten haben; wollt ihr dieProvinz in die Sklaverei verſetzen, wo Griechenlandseine Freiheit erkämpfte, und die Tempel jener Göt-ter zerstören, denen ihr den Sieg verdankt? wollt ihrdas Gedächtniß ihrer Erbauer vertilgen, die so vielzu eurer Rettung beitrugen? Unsere Erhaltung istunzertrennlich von euerm Ruhm, und ihr könnt ohneUngerechtigkeit und Schande uns, eure alten Wohl-thäter und Freunde, nicht dem Haß unserer alten Fein-de, der Theber, preis geben.Diese gerechten Vorstellungen waren jedoch frucht-los. Die finstere Staatskunst von Sparta stand imEinklang mit dem alten Hasse von Theben, und nunwurde jedem einzelnen Mann die Frage wiederholt,ob in diesem Kriege den Lacedämoniern von PlataeaHülfe geleistet worden sey. Als diese Frage mit Neinbeantwortet worden war, wurde jeder, so wie er vor-geführt war, auf der Stelle niedergehauen. So star-ben ungefähr zweihundert Plataer und fünf und zwan-zig Athener, deren Muth und Treue ein besseres Schik-sal verdient hätte; die Frauen, hundert und zehn ander Zahl, wurden zur Sklaverei verdammt. Im fol-genden Jahre ward die Stadt wieder von einigenFlüchtlingen aus Megara besezt, aber bald daraufvon den Thebern gänzlich zerstört; doch ward in derFolge Plataea von ihren zu Athen befindlichen Bür-gern wieder erbaut, und gelangte wieder zu ihrer un-abhängigen Verfaſſung.Während diesem Zeitpunkte hatten sich die InselnLesbos und Corcyra von dem Bunde mit Athen ge-trennt.