.Geschichte der Griechen,194list gelang. Die Theber kehrten nach Hause, und alsdie Platäischen Bürger vom Lande in die Stadt zurük-gekommen waren, wurden die Gefangenen, an der Zahlhundert und achtzig, nebst ihrem Anführer Euryma-chus niedergehauen. Die Platäer sandten nun ihreFrauen, Kinder und Greise in die nächsten, den Athe-nern zinsbaren Inseln; sie erhielten von Athen Bei-stand an Mannschaft und Kriegsvorräthen, verstärktenihre Befestigungswerke, und rüsteten sich, eine Bela-gerung auszuhalten, die, wie sie vorsahen, auch balderfolgte..Die Fehde hatte nun begonnen; gleich nach demVersuch gegen Plataea versammelte Sparta sein Heer,das mit Einschluß der Bundesgenossen sechzigtausendMann betrug. Die korinthische Landenge war der Sam-melplaz dieses Heeres. Die Sparter hatten ihre Pflanz-städte in Italien und Sizilien um Geldbeiträge, undselbst den großen König nebst andern barbarischenVölkern um Beistand angesprochen; so groß war dieErbitterung der Lacedämonier, daß sie selbst die vonden Griechen überwundenen und zum Frieden gezwun-genen Feinde zur Vernichtung eines Staates aufboten,dessen hoher Grad von innerem Wohlstand und Ausbil-dung und von äusserlicher Macht der einzige ihremNeide und ihrer finstern undultsamen Politik furchtba-re Gegenstand gewesen zu seyn scheint. Die Weisheitdes Archidamus, Königs von Sparta, hatte den un-glüklichen Krieg, wie wir oben erzählt haben, zu ver-meiden gesucht; er hatte vorgesehen, daß Griechenland,sich selbst zerstörend, die Beute eines kühnen eroberungs-füchtigen Feindes werden konnte; aber er ward durchdas Feuer der kriegerischen Jugend von Sparta über-stimmt, und wenige Wochen nach dem Ueberfall vonPlataea war das Heer auf der korinthiſchen Landengeversammelt. Archidamus war zum Befehlshaber dessel-ben
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