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Sechzehnter Abschnitt.193Nauklides bezeichneten Häuser zu fallen, und die Be-wohner nach der Verabredung zu ermorden, zogen sieauf den Markt, und riefen die Platäer zu einemBündnisse auf. Als der Tag angebrochen war, sahendie Bürger, daß die Anzahl der eingedrungenen Fein-de unbeträchtlich, und nur durch den nächtlichen Schre-ken furchtbar war. Sie beſchloſſen, alles zu ihrer Be-freiung zu wagen, und sandten einen Eilboten nachAthen um Hülfe.In der folgenden Nacht öffneten sie sich durchEinreisung der ihre Häuser scheidenden Wände eineVerbindung. Die leichte Bauart der griechischen Woh-nungen gestattete diese sonderbare aber nothwendigeMaasregel; die Eingänge ihrer Häuser verrammeltensie durch ihr Haus- und Ackergeräthe. Nach Vollen-dung dieses Werkes stürzten sie noch in derselben Nachtauf ihre Feinde, erschlugen über hundert, und triebendie übrigen in einen Thurm. Schon hatten sie be-schlossen, den Thurm anzuzünden, als sie bedachten,daß viele ihrer Bürger, die in den die Stadt umge-benden Dörfern zerstreut waren, den Thebern in dieHände fallen und unfehlbar getödtet würden, wennsie die in dem Thurm eingeschlossenen Feinde ihrer Ra-che opferten. Wirklich war ein beträchtlicher Haufe ausTheben gezogen, um das Unternehmen ihrer Landsleu-te auf Plataea zu unterstützen. Ein Flüchtling ausdieser Stadt hatte ihnen die Nachricht von dem un-glüklichen Ausgang des Ueberfalls gegeben; sie berath-schlagten nun, ob sie sich der in den Dörfern zerstreu-ten Bürger von Plataea bemächtigen sollten, als einHerold aus dieser Stadt erschien, sich über die Frech-heit des Ueberfalls und über Friedensbruch beschwerte,und ihnen andeutete, daß ihre gefangenen Mitbürgerunfehlbar niedergehauen würden, wenn sie nicht unver-züglich das Gebiet von Plataea verließen. Diese Kriegs-liſt