Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
192
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102Geschichte der Griechen,spont und in Thrazien, nebst allen Bewohnern derInſeln, Melos Cythera ausgenommen. Ohne dieStreitkräfte der Bundesgenossen konnte Athen 13000schwerbewaffnete Krieger, 1200 Reiter und 1600Bogenschützen stellen; aus den alten und den zujungen Bürgern wurden sechzehntausend Mannzu den Besatzungen der Hauptstadt und der Fe-stungen in Attika gehoben, und zweihundert Kriegs-schiffe lagen segelfertig in dem Piraeus. Auf der Burgzu Athen lag ein Schaz von sechstausend Talenten(über dreizehn Millionen rheinische Gulden), den mannoch durch Einschmelzung der Opfergefäße und anderevon Perikles vorgeschlagene Mittel beträchtlich vermeh-ren konnte.So war die Lage der in den Kampf tretendenGegner beschaffen; der Krieg begann ohne vorher ge-gangene Erklärung mit einem Ueberfall der Bewoh-ner von Theben auf die mit Athen verbündete StadtPlataea. Dieſe kleine Stadt war in dem perſiſchenKriege, wo ganz Böotien mit den Feinden des grie-chischen Namens verbunden war, die einzige Gefährtindes Sieges der Athener in der Schlacht bei Mara-thon, und war seitdem unter allen Verhältnissen ihretreue Bundesgenossin geblieben; jezt, da der KriegGriechenland zu zerrütten drohte, suchte Nauclides,einer der vornehmsten Bürger von Plataea, sich zumHerrscher seiner Vaterstadt aufzuwerfen. Er hattemit den Thebern die Abrede getroffen, eine Anzahl ih-rer Krieger des Nachts in die Stadt zu führen. Dievornehmsten Bürger, deren Widerstand Nauclides beiseinem Unternehmen fürchtete, sollten in ihren Häusernermordet, und er selbst an die Spitze der Regierunggestellt werden. In der That wurden dreihundert Krie-ger aus Theben, unter Anführung des Eurymachus, desNachts in die Stadt gelassen, aber statt in die vonNau-