Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
191
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Sechzehnter Abschnitt.191Attika zur Beute zu überlassen, ihre Stadt aber wohlzu besetzen; die Feinde seien an Zahl überlegen, darummüsse man ihnen nicht im offenen Felde entgegen tre-ten; selbst wenn ein Sieg über die Verbündeten erfoch-ten würde, könne die Folge nicht günstig für Athen seyn,weil der Sieg doch nur durch den Verlust einer An-zahl ſeine: Bürger erkauft werden müſſe, und die Fein-de leichter ein neues Heer in das Feld führen, alsAthen seine Bürger ersetzen könnte. Ich selbst, schloßPerikles, würde euch rathen, Attika mit Feuer undSchwert zu verwüsten, damit die Lacedämonier nichtlänger unsere Häuser und unsere Felder als die Bür-gen unserer Sklaverei ansehen dürfen.Die Abgeordneten von Sparta erhielten nunnach dem Beschlusse der Versammlung folgende Ant-wort: Die Megarer können nach Attika handeln,wenn die Lacedämonier uns und unsern Verbündetennicht länger den Eintritt in ihre Stadt versagen; dieAthener werden den ihnen unterworfenen Völkern ih-re Freiheit wieder geben, wenn die Lacedämonier ihreabhängigen Städte eben so behandeln; die Athenerund ihre Verbündeten sind bereit, die gegenwärtigenStreitigkeiten gütlich beizulegen. Hierauf entferntensich die lacedämonischen Gesandten, und der sieben undzwanzigjährige Krieg begann, der Griechenlend an denRand des Verderbens brachte. (431 J. vor Chr.Geb.)Mit Sparta waren in diesem Kriege alle Völkerdes Peloponnes, mit Ausnahme der Achäer und Ar-giver, verbunden. Ausser dem Peloponnes waren diesämmtlichen Freistaaten, nur die Acarnanier und dieStädte Naupactus und Plataea ausgenommen; imBunde gegen Athen. Für Athen waren die griechi-schen Städte auf den Küsten von Asien, vom Helle-ſpont