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1 (1821)
Entstehung
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183Sechzehnter Abschnitt.Während dieser ohne offenbare Gewalt bewirktenStaatsumwälzung vernachläßigte Perikles nichts, wasgeeignet war, den Glanz Athens in seinen Verhält-nissen zu den übrigen Staaten Griechenlands zu er-heben. Die Bundesgenossen, die bisher ihre Kriegerund ihre Schiffsmannschaft zu den athenischen Flottenund Heeren gesandt hatten, leisteten jezt ihre Beiträ-ge in Geld, und wurden dadurch in der That zinsbar;sie erkannten die Herrschaft Athens an, aber sie konn-ten auch auf dessen Schuz zählen, denn Perikles ließhundert Schiffe ausrüsten, umsegelte damit den Pelo-ponnes, landete bei allen Städten, die mit Athen imBunde waren, bewilligte ihnen alles, was sie wünsch-ten, und begünstigte die Herrschaft des Volkes gegendie Eingriffe der Reichen, und Edlern. Durch dieseKunstgriffe gewann er überall die gemeinen Bürger fürsich, und vermehrte den Einfluß Athens; einzelne Städ-te und Inseln sträubten sich zwar gegen die Anmaßungder Athener, aber die Flotte dieses Staates beherrschtedie Meere, die widerstrebenden Städte wurden nach undnach unterworfen, und nun mit noch größeren Lasten belegt,als sie vorher trugen. Mit dem Glük, das den Pe-rikles bei seinen Unternehmungen begleitete, wuchs derStolz des Volkes; die von den zinsbaren Städtenjährlich geleisteten Summen vermehrten den Reichthumund die Ueppigkeit; man sprach von Erweiterung derHerrschaft in Egypten, in Afrika und Italien, und mach-te Entwürfe zu Eroberungen, die mit den Kräften desStaats nicht im Verhältnisse stunden. Perikles störtedie Athener nicht in ihren stolzen Planen, aber er sahein, daß er dieses unruhige Volk immer durch aus-wärtige Kriege beschäftigen müsse, und dieses das ein-zige Mittel sey, sich in der angemaßten Oberherrschaftzu behaupten; er hatte sich dadurch, daß er die erstenFamilien von Athen unter die erweiterte Macht desVolkes beugte, viele Feinde geschaffen, die zwar nichtwag-