Geschichte der Griechen,180bürger eine andere Richtung zu geben, und es geschahwahrscheinlich auf seinen Vorschlag, daß Athen eineFlotte ausrüstete, um die Insel Cypern zu erobern,die noch unter dem Joche Persiens seufzte. Die Flot-te, aus zweihundert Kriegsschiffen unter Cimons Anfüh-rung bestehend, kam glüklich an den Küsten von Cy-pern an, einige Städte wurden ohne vielen Widerstanderobert, und eine von den Persern in den Häfen vonPhönizien ausgerüstete Flotte ward mit großem Ver-lust geschlagen. Cimon rüstete sich zur Belagerung derHauptstadt Salamis, als er von einer tödtlichen Krank-heit überfallen sein Leben bei Citium in den Armen desSieges beschloß. Ueber die Ursache seines Todessind die Schriftsteller nicht einig; nach einigen soll eran einer vor der Stadt Citium erhaltenen Wunde ge-storben seyn. Er war unter den Helden Griechenlandsder glüklichste; der Schreken seiner Waffen und seinesNamens vertrieb die Perser von der Küste Kleinasiens;in allen Schlachten, wo er den Oberbefehl führte, warer Sieger, und er war es, der den König Artaxerxeszum Frieden zwang, der unmittelbar nach Cimons Todzwischen Athen und den Persern geschlossen wurde.(449 J. vor Ch. Geb.) Durch diesen Frieden, derden einundfünfzigjährigen Krieg zwischen den Persernund Griechen endigte, erhielten die sämmtlichen grie-chischen Pflanzstädte in Kleinasien ihre Unabhängigkeit,und es ist merkwürdig, daß derselbe Staat, der zuerstgegen Persien in den Kampf trat, der in der Schlachtbei Marathon ohne Beiſtand der übrigen StaatenGriechenlands das Heer der Feinde geschlagen, undzuerst den Muth der Griechen zum Widerstand gegendie ungeheure Uebermacht des Feindes gewekt, nunauch diesen langwierigen Krieg allein und mit demhöchsten Ruhm geendigt, da dieser kleine Staat demstolzen Monarchen demüthigende Friedensbedingnisse vor-schrieb. Dies war der glänzendste Zeitpunkt der Ge-ſchich⸗
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