Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
179
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Fünfzehnter Abschnitt.179nem Zuge gegen Phocis durch Böotien zurükkehrten,glaubte Theben, der Zeitpunkt sei gekommen, um dieOberherrschaft über die böotischen Städte wieder zuerhalten. Sparta suchte nämlich dem EmporstrebenAthens durch die Unterstüzung seiner alten Feinde undNachbarn einen Damm zu sezen, und unterhielt zu die-sem Zweke eine Verbindung mit Theben. Die Athenerwaren den aus Phocis zurükkehrenden Lacedämoniern ent-gegen gezogen, um ihnen den Rükzug in den Pelopon-nes abzuschneiden; beide Heere trafen bei Tanagra zu-sammen; die Athener zogen sich nach einem zweifelhaf-ten Gefechte zurük, und die Bewohner von Thebenversprachen den Spartern; den Krieg gegen Athenfortzusetzen. Die Athener sandten nun ihre Truppenunter Anführung des Myronides gegen Theben. Sieerfochten einen entscheidenden Sieg über das Heer vonTheben bei Oenophyta; alle Städte Böotiens, nurdie Hauptstadt ausgenommen, fielen unter die Herr-schaft Athens, und Theben gelangte nicht wieder zurOberherrschaft in Böotien, bis sechzig Jahre nach die-ſem Ereigniß die Siege des Epaminondas ihm denersten Rang in Griechenland erkämpften. Zwar mach-ten sie einige glükliche Unternehmungen gegen einzelneStädte; es gelang ihnen auch, ein athenisches Heer,das von Tolmidas angeführt, Böotien verwüstete, zuschlagen; und den Feldherrn selbst zu tödten; aber sieerreichten dadurch bloß, daß Athen der Oberherrschaftüber mehrere böotische Städte entsagte, und diesenihre Freiheit gab.Cimon hatte unmittelbar nach seiner Zurükberu-fung; die unmittelbar nach dem Gefecht bei Tanagraauf den Vorschlag seines Nebenbuhlers, des Periklesgeschehen war, die beiden um den Vorrang in Grie-chenland wetteifernden Staaten zu vereinigen gesucht.Er war bemüht, dem kriegerischen Geiste seiner Mit-bür-M 2