Fünfzehnter Abschnitt.177beraubten. Zehn Jahre lang währte die Belagerung, undnach aller Wahrscheinlichkeit gewährten die Lacedämo-nier den Heloten nur darum freien Abzug aus dieserStadt, weil sie ohne diese Bedingniß kaum hoffendurften, den Krieg zu endigen. (J. v. C. G. 456.)Die Heloten, die von nun an wieder in der Geschich-te und dem Namen der Messener erscheinen, fandenSchuz bei Athen; die Stadt Naupactus, am Eingangdes korinthischen Meerbusens, die erst kürzlich vonden Athenern den ozolischen Locriern, einem barbari-schen Volke, abgenommen war, wurde den Verbann-ten eingeräumt, die für diese Wohlthat dankbare Bun-desgenossen von Athen wurden.Der Zeitpunkt zwischen dem Aufstande der He-loten und der Uebergabe von Ithome war nicht un-fruchtbar an innerlichen Fehden. Fast zu gleicher Zeit,als Sparta durch ein Erdbeben verheert wurde, erhobsich zwischen Elis und Pisa ein Streit wegen derOberaufsicht über die olympischen Spiele. Elis warseit langer Zeit, hauptsächlich durch den Schuz vonSparta, im Besiz dieser Aufsicht, als die Bürger vonPisa die unglükliche Lage der Lacedämonier benuzten,und Elis mit Krieg überzogen. Aber dieser Kriegendete mit der Eroberung und gänzlichen Zerstörungvon Pifa (J. v. C. 456), und die Bewohner vonElis verwendeten die reiche Beute zur Verschönerungdes Tempels, und zur Errichtung der prächtigenStatue des olympischen Jupiters, aus Gold und El-fenbein von Phidias zusammengesezt, die man alsdas größte Meisterwerk dieses berühmten KünstlersJahrhunderte hindurch bewunderte.Auch in Argos, dem mächtigsten Staate nachSparta in dem Peloponnes, brachen um diese Zeitinnerliche Unruhen aus. Die Argiver waren Gränz-Mnach=
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