Geschichte der Griechen,176Krieges dieses Ortes als einer fast unbezwingbaren Fe-stung erwähnt. Die Sparter, die den Angriff festerPläze nicht kannten, wandten sich nach Athen umHülfe..Cimon beredete seine Mitbürger, diese Bitte zugewähren. Er fand dabei starken Widerspruch, dennfast allgemein war der Wunsch, Sparta seinem Schik-sal zu überlassen, und sich von einem Nebenbuhler zubefreien, dessen Gesinnungen unter der Maske des all-gemeinen Wohles für Griechenland immer auf Privat-vortheil abzwekten. Aber Cimon behauptete, es würdeFeigheit scheinen, wenn man jezt Sparta's unglükli-che Lage benuzte; Griechenland sei ein gesunder undstarker: Körper, an dem kein Glied abgehauen werdendürfe, ohne Gefahr gänzlicher Zerstörung. Es wur-de beschlossen, ein Heer unter Cimons Anführung nachLacedämon zu senden. Sobald diese Truppen ange-gekommen waren, ward Ithome bestürmt, aber dieHeloten schlugen den Sturm ab. Dies war die Ver-anlassung, daß die Sparter diese Truppen zurüksandten,unter dem Vorwand, sie bedürften ihrer nicht mehr.Da sie jedoch die Truppen ihrer übrigen Bundesge-nossen bei sich behielten, so wurden die Athener durchdieses Mißtrauen sehr aufgebracht. Sie verbanntenden Cimon durch den Ostracismus, weil er sie beredethatte, den Spartern Hülfe zu senden, denn es warSitte in Athen, daß die Volksredner für ihre Vor-schläge verantwortlich waren.Die Athener entsagten dem Bündniß mit Sparta,und traten mit den Argivern, den alten Feinden der-selben, in eine Verbindung, welcher sich bald daraufauch Thessalien anschloß. Die Lacedämonier sezten ihrenKrieg gegen die Heloten fort, die, ungeachtet Ithome be-lagert war, durch öftere glükliche Ausfälle die Gegendbe-
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten