171Fünfzehnter Abschnitt.rer Besizungen an der Küste von Kleinasien verlorenhatten, waren bisher durch häusliche Unruhen und in-nerliche Fehden verhindert worden, den Fortschrittender Griechen anders als durch Vertheidigung ihrerStädte zu begegnen; als aber Artaxerxes, der dritteSohn des Xerxes, sich auf dem Throne befestiget sah,zog er ein mächtiges Heer in Pamphylien an denUfern des Eurymedon zusammen. Zugleich ward inPhönizien und Cilicien eine Flotte von vierhundertSchiffen ausgerüstet, die sich an der Mündung desEurymedon versammelte. Cimon hatte kaum Nachrichterhalten, daß die feindliche Flotte an diesem Ufer ge-ankert habe, als er mit zweihundert und fünfzig Ga-leeren erschien, und die Perser, die bereits in offenerSee waren, zum Kampfe aufforderte. Im Vertrauenauf ihre überlegene Anzahl schlugen sie das Treffennicht aus; die Griechen ſiegten nach einem hartnäki-gen Widerstand, die Perser verloren viele Schiffe, diein den Grund gebohrt wurden, mehr als hundertwurden erobert, die übrigen flohen nach der Küste vonCypern. Cimon segelte ihnen sogleich nach. Sobalddie Perser an das Ufer kamen, verließen sie ihreSchiffe, und flohen in das Land. Die Sieger be-mächtigten sich derselben, und so fiel diese ganze mäch-tige Flotte den Griechen in die Hände. Aber Cimonwar mit diesem glüklichen Erfolge noch nicht zufrie-den. Auch das an den Ufern des Eurymedon lagern-de Heer der Perser sollte vernichtet werden. In derVermuthung, dieses Heer habe noch keine Nachricht vonder vorgefallenen Seeschlacht, ließ er den zahlreichenGefangenen ihre morgenländiſchen Kleidungen abneh-men, und die tapfersten Männer seines Heeres damitbekleiden. Sie bestiegen die eroberten persischen Schiffe;ein günstiger Wind führte sie in die Mündung desEurymedon an das Lager der Perſer. Sie wurdenals lang ersehnte Gefaͤhrten empfangen, aber auf einge-
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