Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
169
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169Fünfzehnter Abschnitt.seine Feinde, verschaffte er seinem Vaterlande den ho-hen Grad von Achtung und Vertrauen, den dasselbejezt in Griechenland genoß, und lange Zeit behauptete.Dieser große Mann starb so arm, daß er auf öffent-liche Kosten zur Erde bestattet wurde. Sein SohnLysimachus erhielt eine Summe Geldes zur Vollendungseiner Erziehung, und seine Töchter wurden auf Kostendes Staates ausgestattet.Aristides hatte nebst seinen großen Verdienstenauch den Ruhm, den Cimon, des Miltiades Sohn, zuseinem würdigen Nachfolger gebildet zu haben. Erhatte frühzeitig die großen Anlagen dieses edlen Jüng-lings entdekt, ihn vor Ausschweifungen gewarnt, undihn bei dem Angriff auf Byzanz zum Gefährten gewählt.Cimon vereinte bald die Tapferkeit seines großen Va-ters mit der Klugheit des Themistokles, und der Red-lichkeit des Aristides. Diese Eigenschaften machtenihn würdig, an die Spitze der athenischen Staatsver-waltung zu treten. Er genoß durch eine lange Reihevon Jahren das Vertrauen seiner Mitbürger, undverdiente es durch die Anmuth seines Betragens, durchHerablassung, Achtung für die Menschheit, Gerechtig-keit, Tapferkeit, und fast gleiches Glük in allen seinenUnternehmungen. Die Perser besaßen auf der Küstevon Thrazien noch einige Städte, die bei einem neuenEinfall für die Griechen gefährlich werden konnten.Die vorzüglichsten dieser Städte waren Eion, an demAusflusse des Strymon, und Doriscus an dem FlusseHebrus. Neun Jahre nach der Schlacht bei Plataeawar dem Cimon der Oberbefehl über das Heer unddie Flotte der griechischen Bundesgenossen übertragenworden; er führte die Flotte zuerst gegen Cion. Derpersische Befehlshaber Boges ward zur Uebergabe auf-gesondert; vergeblich bot ihm Cimon vortheilhafte Be-dingungen, der edle Perser wies alle Vorschläge zurük.Die