Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
166
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166Geschichte der Griechen,die denselben gefangen vor die Versammlung bringensollten. Der Verbannte glaubte sich nun in Argosnicht mehr sicher. Er floh nach Corcyra, und von danach Epirus. Aber auch hieher drangen seine Verfol-ger; er begab sich nun zu dem König der Molosser.Admet beherrschte damals dieses barbarische Volk. Erwar abwesend, als der edle Flüchtling seinen Pallastbetrat, und sich zwischen die Hausgötter niederließ.In dieser Stellung, und auf seinem Schooſe den klei-nen Sohn des Königs, erwartete er die Rükkehr die-ses Fürsten. Kaum war Admet erschienen, als ihnThemistokles um Schuz gegen seine Verfolger bat. Sogroß waren die Rechte der Gastfreundschaft, und soheilig wurden sie selbst von Barbaren beobachtet, daßihm der König seinen Schuz zusicherte, obschon er kurzvorher die Athener bestimmt hatte, dem Admet Hülfegegen seine Feinde zu versagen. Zwar verlangten jeztdie Athener und Lacedämonier die Auslieferung desGeächteten, aber standhaft verweigerte dieses der bar-barische Fürst, und als er endlich Feindseligkeiten be-fürchten mußte, ließ er den Gastfreund auf ein Schiffbringen, das nach Jonien bestimmt war. Er landete zuCumae, in demselben Hafen, wo die persische Flottenach der Schlacht bei Salamis überwintert hatte.Von da gieng er nach Sardis, dem Wohnsiz des per-siſchen Statthalters in Lydien.Xerxes war bereits ermordet, und Artaxerxes hat-te den persischen Thron bestiegen, als Themistokles ausGriechenland nach Sardis kam. Er ſchrieb an denMonarchen Persiens, und bat um Schuz und Auf-enthalt. Artaxerxes war entzükt über diese Nachricht.Themistokles war nach seinen Begriffen eine unschäz-bare Eroberung, denn er war die Stüze Griechen-lands; seiner Klugheit und seiner Tapferkeit war derglükliche Erfolg in dem ungleichen Kampfe mit Per-sien