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Fünfzehnter Abschnitt.105ern von Athen, vielleicht auch weil der überwiegendeEinfluß dieser Stadt auf die Angelegenheiten Griechen-lands nebst dem Aristides, vorzüglich dem Themistokleszugeschrieben werden konnte, einen unauslöschlichen Haßauf ihn geworfen. Sein Stolz erleichterte die Be-mühungen der Sparter, ihn bei seinen Mitbürgern ver-haßt zu machen. Er hatte nämlich neben seinem Hauseeinen Tempel erbaut, und darüber die Aufschrift gesezt:Der Diana, der Göttin des guten Raths.Dieses schien, nach einer sehr gezwungenen Auslegung,anzudeuten, daß die Athener seines Rathes im persischenKriege vergessen hätten. Seine Feinde bedienten sichdieses Vorwandes; er ward durch den Ostracismusverbannt, und lebte zu Argos in großem Ansehen.Kaum war er aus Athen entfernt, als die Sparterihn eines Verständnisses mit Pausanias beschuldigten,und ihn wegen der Theilnahme an den Verbrechen die-ses Verräthers anklagten. Es scheint allerdings, daßPausanias dem Themistokles sein Vorhaben eröffnethabe, aber es ist gewiß, daß dieser hochherzige Ver-theidiger der Freiheit seines Vaterlandes die Theilnah-me an diesem Verrath mit Unwillen zurükgewiesen habe.Jezt machte man ihm den Vorwurf, daß er dieses Ge-heimniß nicht entdekt habe, und dieselben Sparter, diedes Pausanias Verrath so lange gekannt und unbestraftgelassen hatten, klagten jezt den Gegenstand ihres altenHasses vor der Versammlung des Volkes als einen desTodes würdigen Verbrecher an. Sie fanden Gehörvor dem Volke, das, aufgereizt durch den Neid, derimmer das hohe Verdienst begleitet, den Retter desVaterlandes vergaß, und mit Ungestümm auf dessenVerurtheilung drang. Nur der gerechte Aristides, dereinst selbst aus Athen durch den Themistokles verbanntworden war, verwarf diese unedle Gelegenheit zur Ra-che; er vertheidigte den wirklich Unschuldigen, aber erkonnte nicht verhindern, daß Leute abgesandt wurden,die