Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
162
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162Geschichte der Griechen,ihm, er habe blos dem Andenken an seinen Siegbei Plataea zu danken, daß sein Stolz und seineGrausamkeit nicht auf der Stelle bestraft würden.Diese Worte waren das Signal zum allgemeinen Auf-stand. Die Bundesgenossen verließen sämmtlich ihreStandpläze, und begaben ſich unter dem Schuz derathenischen Flotte.Kaum war die Nachricht von diesem Ereignißnach Sparta gelangt, als Pausanias des Oberbefehlsentsezt, und nach Hause berufen wurde. Vielleichthatte man schon Spuren seines Verständnisses mit denPersern, aber da die Beweise nicht hinlänglich waren,entgieng er der Bestrafung, und kehrte noch einmalnach Byzanz, zwar ohne öffentliches Amt zurük, aberer hatte sein Betragen nicht geändert; er begegnete sei-nen Landsleuten mit dem unerträglichsten Stolze, zeig-te Verachtung gegen die Lebensweise der Griechen,und selbst gegen ihre Kleidung; er nahm eine persischeLeibwache an, sezte fast öffentlich sein Verständnißmit den Persern fort, und empörte dadurch die Athe-ner und die übrigen Bundesgenossen. Sie belagertenihn in Byzanz, aber er entfloh nach Heraclea. Jeztriefen ihn die Sparter abermal zurük, sie drohten,ihn für einen Feind des Vaterlandes zu erklären, undPausanias, in der Hoffnung, durch Bestechung sichloszukaufen, kehrte nach Sparta zurük.Aber, obschon er sich der verhaßtesten Tyranneiund der schändlichsten Verbrechen schuldig gemacht hat-te, erhielt er doch bald seine Freiheit wieder; er sezteseinen Briefwechsel mit den Persern fort, ließ sich mitden Heloten, die immer zum Aufstand gegen ihre grau-samen Gebieter bereit waren, in ein Verständniß ein,und versprach ihnen Freiheit und den Besiz von Spar-ta für ihren Beistand. Auch diesen Verrath erfuhrendie