Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
161
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161Fünfzehnter Abschnitt.rakliden, und Vormund des jungen Königs Plistarchusvon Sparta, hatte durch den Sieg bei Plataea, undnun durch die Eroberung von Byzanz, so viele Schäzeerworben, daß er den Stand eines Bürgers von Spar-ta unerträglich fand. Sein Stolz bestimmte ihn,Selbstherrscher zu werden, und ein neues Reich aufden Ruinen seines Vaterlandes zu gründen. Er ließdie gefangenen Großen der Perser entfliehen, undsandte einen Brief an Xerres, worin er ihm die Ent-lassung der Gefangenen als einen Beweis seines Wohl-wollens darstellte, und den Antrag machte, seine Toch-ter zur Gemahlin zu nehmen, und Sparta nebst ganzGriechenland der Botmäsigkeit des großen Königs zuunterwerfen. Die Unterjochung Griechenlands war derGegenstand des kürzlich geendigten unglüklichen Heer-zuges gewesen; dem Ehrgeiz des Königs war geschmei-chelt durch dieses Anerbieten; er sandte sogleich einenvornehmen Perser mit einer großen Summe Geldesan Pausanias, um mit ihm die Maasregeln zur Aus-führung des Verraths zu verabreden.Pausanias behandelte indessen die Bundesgenossenmit einer in der Kriegszucht der Griechen unbekanntenStrenge; zwar schonte er seine Landsleute, aber erzog sie den Bundesgenossen auf eine empörende Artvor; diese empfiengen ihre Lebensmittel nur dann,wenn die Sparter die ihrigen erhalten hatten, unddurften sich nicht eher zur Ruhe begeben, als nach denSpartern. Sie brachten ihre Klagen vor Ariſtidesund Cimon, des Miltiades Sohn, die Befehlshaberder athenischen Flotte. Diese billigten die Klagen derBundesgenossen, die nun die erste Gelegenheit ergrif-fen, die Galeere des Pausanias zu beschimpfen undanzufallen. Hierüber brach der spartische Befehlshaberin wüthende Drohungen aus, aber die Befehlshaberder Abtheilungen von Samos und Chios antwortetenihm,