159Fünfzehnter Abschnitt.Hafens arbeiten, als vorher bei der Erbauung derMauern um die Stadt; in weniger als Jahresfrist wardas große Werk vollendet, und eine neue Stadt entstandan dem Hafen Piräus, die bald mehrere Tausende vonBürgern zählte. Die Verbindung dieser neuen Stadtmit Athen durch die sogenannte lange Mauer war sehrwahrscheinlich von Themistokles vorgeschlagen, aber erstnach der Verbannung desselben ward sie von Cimon an-gefangen und von Pericles vollendet.Der große Zwek, seinem Vaterlande die Herr-schaft zur See, und durch diese den Vorrang über ganzGriechenland zu verschaffen, beschäftigte fortwährend denrastlosen Geist des Themistokles. Auf seinen Vorschlagsollte die Seemacht jährlich mit zwanzig Galeeren ver-mehrt werden; Arbeitsleute, die dem Schiffbau neueVollkommenheiten gewähren konnten, und Ruderknechtewurden durch angebotene Begünstigungen nach Athen ge-lokt. Er war nicht verlegen über die Mittel, die zuseinem Zwek dienlich waren, und einst erklärte er in derVersammlung des Volkes, er habe einen wichtigen Vor-schlag zu machen, der aber nicht zur öffentlichen Ent-dekung geeignet sei, und dessen Ausführung Verschwie-genheit und Eile fordere. Er verlangte, das Volk soll-te einen Mann bestimmen, dem er seinen Vorschlag eröff-nen, und dessen Beurtheilung den Ausschlag geben wür-de. Aristides ward zu diesem Geschäfte ernannt. The-mistokles sagte ihm, er sey gesonnen, die Flotte der grie-chischen Bundesgenossen, die in einem benachbarten Ha-fen lag, zu verbrennen, und hierdurch Athen schnell dieOberherrschaft zur See zu verschaffen. Aristides tratnun vor die Versammlung und sagte: „Nichts ist vor-theilhafter für Athen, als der Vorschlag des Themisto-kles aber auch zugleich nichts ungerechter.“ DasVolk verwarf den Vorschlag, ohne ihn zu kennen, weilihn der gerechte Aristides verworfen hatte.In
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