Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
158
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158Geschichte der Griechen,Rathes zu Sparta, und erklärte:Jezt sey Athenvin der Lage, jedem Feinde, er sey Grieche oder Bar-bar, zu widerstehen. Athen dürfe nicht erst von sei-nen Bundesgenossen lernen, was ihm rühmlich undodem Wohl von ganz Griechenland angemessen sey; sei-ne Bewohner hätten ihre Stadt verlassen, und sichauf ihre Flotte begeben, weil ihnen dieses für ihreveigene und für die allgemeine Sache Griechenlandszuträglich geschienen habe, ohne bei den übrigenGriechen um Erlaubniß zu fragen. Jezt hätten sieaus demselben Grunde ihre Stadt erbaut, und siemit Mauern umgeben. Eine Stadt gewähre mehr,eine andere weniger Sicherheit durch ihre örtlicheLage, und wenn Athen kein Recht haben sollte, sichzu befestigen, so müßten alle Städte in Griechenlandihre Mauern niederreissen.Die Sparter konnten diesen Gründen nichts ent-gegen sezen, sie verbargen ihren Unwillen und gestat-teten dem Themistokles freie Rükkehr, aber sie fiengenjezt an, diesen berühmten Bürger und Freund seinesVaterlandes durch ihre Ränke zu verfolgen, und suchtenihn bei seinen Mitbürgern verdächtig zu machen. Die-ses gelang ihnen aber doch erst, nachdem Themistokles seinVaterland auf die höchste Stufe der Macht und desRuhmes erhoben hatte. Dieser staatskluge Mann hatteschon vor dem Einfall der Perser sein Hauptaugenmerkdahin gerichtet, Athen, dessen Gebiet zu Lande nichterweitert werden konnte, die Herrschaft zur See zu ver-schaffen. Der alte Hafen von Phalerus war nicht geräu-mig genug, um eine große Flotte zu fassen. Die Buch-ten des Piräus boten der Flotte einen weit bequemernStandpunkt, wenn dieselben zu einem Hafen umgeschaf-fen, gehörig befestigt, und mit der fast zwei Stundenentfernten Hauptstadt durch Mauern verbunden würden.Themistokles ließ eben so thätig an der Befestigung desHa.