Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
146
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Geschichte der Griechen,146kamen bei Mykale an, als die Verschanzungen vollen-det waren. Die Mannschaft der persischen Flotte warvierzigtausend Mann stark unter dem Oberbefehl desArtayndes an der Küste gelagert. Sie war durch sech-zigtausend Perser, von Tigranes angeführt, zu einemfurchtbaren Heer angewachsen; in der Hoffnung einesgewissen Sieges ließen sie die Griechen, die kaum fünfund zwanzig tausend Mann stark waren, ruhig landen,und sich in Schlachtordnung stellen. Jezt lief ein Ge-rücht durch das griechische Heer, die Perser seien vonPausanias bei Plataea geschlagen. Man wollte einenHeroldsstab am Ufer gefunden haben; wahrscheinlichsuchten die Anführer der Griechen durch diese absicht-lich verbreitete Nachricht den Muth ihrer Krieger zubeleben; die sichtbare Unterstüzung ihrer Götter konn-te den Sieg nicht zweifelhaft machen, und in der Thathatten die Griechen in ihrer gegenwärtigen Lage nurdann Rettung zu hoffen, wenn sie Sieger blieben.Sie hatten im Angesicht eines ihnen vierfach überlege-nen Feindes gelandet; dieser Feind war gedekt durchstarke Verschanzungen, wenn er geschlagen ward, bliebihm der Rückzug durch die engen Pässe des GebirgesMykale offen; die Griechen hatten im Rüken die See,und vor sich das Heer der Feinde, nur auf das gehei-me Einverständniß mit ihren asiatischen Brüdern konn-ten sie einige Hoffnung gründen, die Entscheidung lagin ihrem Muthe.Die Sparter zogen gegen das Gebirge, um denFeind in den Rüken zu fassen, die Athener, mit denBundesgenossen von Korinth, Sicyon und Trözenestunden auf der Ebene gegen das feindliche Lager, undhatten dasselbe bereits erstiegen, als die Lacedämonierankamen und den Sieg vollendeten. Jezt bestättigtesich die Vermuthung Artabans, der dem Xerxes gera-then hatte, die asiatischen Griechen seinem Heere nichteinzu

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