Geschichte der Griechen,144dar; die Feldherrn erhielten gleichfalls ein Zehntheil,besondere Geschenke wurden für den olympischen Ju-piter, für den delphischen Apoll, für den isthmischenNeptun und für die athenische Minerva abgesondert,auch die Auszeichnung einzelner Krieger ward belohnt.Die übrige Beute aber unter die Bundesgenossen ver-theilt, mit ihr kam der Keim des Verderbens unterdie Griechen.In dieser Schlacht waren neun und neunziSparter, zwei und fünfzig Athener, und sechzehn Te-gäer gefallen. (Man sieht, daß hier blos von Bür-gern dieser Städte, die unter dem schwer bewaffnetenFußvolke dienten, die Rede ist.) Die Gefallenen wur-den mit kriegerischen Ehrenbezeugungen bestattet, eswurden Spiele veranstaltet und Ehrenreden gehalten,nicht nur zum Ruhme der Todten, sondern zur Ermun-terung der Lebenden. Bei Plataea ward ein Sieges-denkmal errichtet, auf welches die Namen der Natio-nen eingegraben wurden, die an dem Ruhme diesesTages theilgenommen hatten.Eilf Tage nach dieser Schlacht zogen die Siegervor Theben; sie forderten die Auslieferung der vor-nehmsten Bürger, welche die Einwohner verleitet hat-ten, sich den Persern zu unterwerfen. Die Bürgerlieferten entweder die Häupter dieser Parthei aus,oder diese überlieferten sich selbst, um den Untergangder Stadt zu verhüten; man brachte sie sämmtlich nachKorinth, wo sie den abgeschiedenen Geistern der beiMarathon, Salamis und Plataea gefallenen Griechengeopfert wurden.An demselben Tage, wo Griechenland bei Plataeaseine Freiheit erkämpfte (22. Sept. im Jahre 479 vorChr. Geb.), ward auch an dem Vorgebirge Mykale inJonien
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