Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
141
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141Dreizehnter Abschnitt.Stellung zurükzukehren. Mardonius, der diese Maas-regel der Sparter für Feigheit nahm, schikte seineReiterei gegen sie, und ließ sie mit Pfeilen und Wurf-spiesen beunruhigen. Es gelang ihm, die Quelle Gar-gaphia zu verschütten und die Zufuhren zu hemmen,die aus dem Peloponnes an das griechische Heer ge-sandt wurden. Pausanias beschloß nun seine Stellungzu verändern, wenn der Feind an diesem Tage ruhigbliebe. In der folgenden Nacht brachen die Griechenihr Lager ab, und wählten eine neue Stellung näheran Plataea, in einer Gegend, die für die zahlreicheReiterei der Feinde nicht günstig war; zur Ausfüh-rung dieses Vorhabens sezten sie sich nach Mitternachtin Bewegung; allein durch einen jener Zufälle, diemenschliche Klugheit nicht zu verhindern im Stande ist,geschah dieser Aufbruch nicht ohne große Verwirrung.Ein Theil des Heeres nahm aus Furcht vor der per-sischen Reiterei den Weg nach Plataea, und lagertesich dort um einen Tempel; ein Theil des spartischenHeeres wollte das Lager gar nicht verlassen, und derBefehlshaber dieser Abtheilung, Anompharetus, erklär-te, er würde vor den Barbaren nicht fliehen undSparta schänden, sondern den Feind stehenden Fußes er-warten. Dieses hielt den Marsch des Pausanias auf;der Tag war schon angebrochen, als er am Abhang desCithaeron hinzog. Die Athener zogen durch die Ebene.Als Mardonius von dem Abmarsch der GriechenNachricht erhielt, zweifelte er nicht, daß Furcht den-selben veranlaßt habe. Er befahl seinem Heere, trozden unglüklichen Deutungen der Opfer, den Sieg zuvollenden, über den Aſopus zu gehen und die Grie-chen anzugreifen. Die Perser und Meder warfen sichmit wildem Geschrei und ohne Ordnung auf die Lare-dämonier, die sorgfältig mit ihren Schilden bedekt aufden Ausschlag ihrer Opfer harrten; so lange diese un-günſtig