Geschichte der Griechen,138sie wagten keinen Angriff. Mardonius rief sie zurük,und ließ den Phociern sagen, sie hätten sich als ta-pfere Männer gezeigt, und dürften auf seine und desKönigs Erkenntlichkeit zählen.Es gebrach, wie wir an diesem Beispiel gesehenhaben, den Griechen, die gezwungen dem persischenHeere folgten, nicht an Muth, aber die Liebe zu demVaterlande, mit dem sie, zwar oft durch die unterNachbarn gewöhnlichen Mißhelligkeiten getrennt, dochdurch gleiche Religion, Sitten, Sprache, und häufigauch durch des Gastrechts heilige Gewohnheit verbun-den waren, überwog den Zwang des fremden Joches,das kein Volk der Erde abzuwerfen versäumt, sobaldsich ein günstiger Anlaß zeigt.Einige Gefechte, die aber zum Vortheil der Grie-chen ausfielen, waren das Vorspiel der großen Ereig-nisse, die jezt bevorstanden. Die Krieger von Mega-ra, dreitausend kraftvolle Söhne der Gebirge, hattenihren Posten an einem Orte, der den Anfällen der per-sischen Reiterei sehr ausgesezt war. Sie verlangten,täglich beunruhigt, abgelöst zu werden. Der Ober-feldherr Pausanias wandte sich an das Heer und fragte,welche Abtheilung den Posten der Megarer überneh-men wolle. Alle lehnten diesen Antrag unter mancher-lei Vorwand ab. Nur die Athener, immer bereit, denverdienten Vorrang zu behaupten, boten freiwillig ihreDienste an. Sie hatten diesen wichtigen Posten kaumbesezt, als sie von der feindlichen Reiterei angegriffenwurden. Sie schlugen diesen Angriff muthig zurük,der Anführer der Perser, Masistes, fiel unter den Spee-ren der Athener, ein fürchterliches Gefecht erhob sichum den Körper; die ganze Reiterei der Perser griffdie Schaar der Athener an, aber diese, unterstüzt vonder Verſtaͤrkung, die ſchnell von dem Hauptheer ge-ſandt
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