Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
137
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137Dreizehnter Abschnitt.schanzung das geschlagene Heer aufnehmen. Als dieseArbeit vollendet war, erschien das Heer der Griechen,und lagerte dem Feind gegenüber an dem Abhang desBerges Cithaeron.1In dieser Stellung blieben die beiden Heere meh-rere Tage, die jedoch nicht in träger Ruhe verflossen,und die Handlungsweise der sich gegenüber stehendengroßen Menschenmassen genau bezeichnen.Die Phocier waren unter allen Bewohnern desnördlichen Griechenlandes am wenigsten geneigt, sichmit den Persern zu verbinden; da jedoch alle Nachbar-staaten zur Stellung ihrer Krieger gegen ihr eigenesVaterland gezwungen wurden, (eine Maasregel, diein unsern Zeiten Bonaparte in Deutschland und Spa-nien nachahmte) so stellten auch die Phocier tausendſchwer bewaffnete Männer unter Anführung des Har-mocydes, eines ihrer vorzüglichsten Bürger, zu dempersischen Heere. Kaum waren die Phocier einige Ta-ge mit den Persern vereinigt, als Mardonius, dervielleicht ihren Muth auf die Probe stellen wollte, oderVerdacht auf sie geworfen hatte, den Befehl gab, diePhocier sollten sich von dem Heere trennen und einbesonderes Lager auf der Ebene beziehen. Dieser Be-fehl ward vollzogen. Jezt erschien die ganze persischeReiterei und bedrohte die Stellung der Phocier, Har-mocydes rief seine Krieger sogleich zu den Waffen.Seht ihr diese Männer, rief er, sie kommen in derAbsicht uns zu überfallen; laßt uns sterben als Grie-ochen, laßt uns jede Kraft zur Gegenwehr entwikeln,und nicht ruhmlos werden wir fallen. Die muth-volle Schaar war schnell im Vierek aufgestellt, unddie Lanzen dem Feinde entgegen gestrekt. Die Perserschossen zwar einige Pfeile ab, einige warfen auch ih-gegen die kleine furchtlose Schaar, aberre Wurfſpieſsie