Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
135
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135Dreizehnter Abschnitt,schanzungen so sicher, daß sie unbekümmert um ihreBundesgenossen die Vorwürfe derselben verachteten undsie ihrem Schiksal überließen.Die Athener, verlassen von Sparta, auf dessentreue Verbindung sie gerechnet hatten, waren nun zumzweitenmal gezwungen, aus ihrem Vaterlande zu flie-hen. Kaum waren die Flüchtlinge auf der Insel Sa-lamis angelangt, als die Perser in Attika einrükten.Mardonius bot noch einmal den Athenern den Frie-den auf die früher durch Alexander angetragenen Be-dingnisse; als aber dieses hochherzige, nun jedes Bei-standes beraubte Volk den Antrag abermal verwarf,wurden die bei dem ersten Einfall der Perser verschontgebliebenen Gebäude, Tempel und Landsize verheert, diewenigen Häuser zu Athen, die man nach der lezten Zer-störung wieder erbaut hatte, wurden niedergerissen undverbrannt; die Athener sahen von der Insel Salamisdiese Wirkungen kindischer Rachgier. Sie schikten eineneue Gesandtschaft nach Sparta, und warfen den zö-gernden Bundesgenossen mit dem ganzen Unwillen hin-tergangenen Zutrauens, Gleichgültigkeit und Lauheitvor. Sie verglichen die bewiesene VaterlandsliebeAthens mit dem niedrigen Verrath von Sparta, dasehemals der Ruhm Griechenlands gewesen, und nundessen Schande sei. Sie unterstüzten ihre kraftvolleSprache noch durch die Drohung, daß sie, ohne Hül-fe der Bundesgenossen zu schwach zum Widerstande,und aus Rache über den schändlichen Abfall derselben,mit den Persern Friede zu machen gesonnen seien.Sie würden aber dann den Peloponnesern zeigen, daßihre Verschanzungen auf der Erdenge ein schlechterSchuz wären, wenn die Flotte von Athen die Landungder Perser auf den vertheidigungslosen Küsten des Pe-loponnes unterstüzte.Jetzt