134Geschichte der Griechen,lange kennt, die ihr Augenzeugen von unserer groß-müthigen Aufopferung in so vielen Gelegenheitengewesen, euch bringt eine solche Gesinnung keine Ehre.Alle Besizungen der Welt, alle Schäze des großen Kö-nigs können uns nicht bestimmen, Bundesgenossen des-selben zu werden, und Griechenlands Freiheit zu ver-rathen. Unsere Wohnungen, die Tempel unserer Göt-ter, und ihre Bildnisse liegen verbrannt im Schutte;sie zu rächen ist unsere Pflicht. Die Griechen sindverbunden durch eine Religion, gleiche Abkunft undSprache, und durch ähnliche Sitten; so lange nochein Athener lebt, wird er nie gutwillig Friede mit denPersern schließen. Wir danken euch für die Anerbie-tungen in Hinsicht unserer Familien, aber wir hoffen,nun selbst für sie sorgen zu können, ohne unseren Ver-bündeten beschwerlich zu seyn. Wir verlangen jeztblos, daß euer Heer unverzüglich vorrüke; allem An-schein nach wird der Feind, sobald er erfährt, daß wirseinen Antrag verworfen haben, unser Gebiet anfallen.Wir müssen in Böotien stehen, ehe der Feind nach At-tika kommen kann.Der Erfolg rechtfertigte bald die Muthmassungdes Aristides, aber die Athener wurden auch bald über-zeugt, daß Sparta, damals das Haupt der Pelopon-neser, viel Eifer für das Vaterland äusserlich gezeigthatte, während seine Gesinnungen von niedrigerSelbstsucht geleitet wurden. Die Sparter waren ge-wohnt, ihren Grundsäzen nur so lange treu zu bleiben,als es ihnen ersprießlich war. Binnen wenigen Wo-chen waren die Perser in Böotien eingedrungen. DieAthener erwarteten vergeblich die so feierlich verspro-chene Hülfe von Sparta. Statt zur Unterstüzung derAthener nach Böstien vorzurüken, blieben sie innerhalbder korinthischen Landenge, befestigten dieselbe mitneuen Bollwerken, und glaubten sich hinter ihren Ver-1.ſchan⸗
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