Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
132
Einzelbild herunterladen
 

Geschichte der Griechen,132Krieg gegen einen Monarchen zu führen, den ihr nie-mal besiegen könnt, und gegen den sogar jeder Wider-stand unmöglich ist. Ihr kennt das Heer des Xerxesund seine Thaten. Ihr kennt auch die Macht, die un-ter meinen Befehlen steht; solltet ihr auch mich besie-gen, so steht ein anderes gleich starkes Heer in Bereit-schaft. Entsaget also dem Gedanken, den Kampf mitdem großen König zu bestehen. Beraubet euch nichtselbst eurer Heimat, und stürzt euch nicht in Gefahr,immer unstät und flüchtig zu seyn. Ergreifet das An-erbiethen des Königs, seid frei und unsre Bundesge-nossen!Nachdem Alexander im Namen des Mardoniusgesprochen hatte, beschwor er die Athener, diesem Ra-the zu folgen. Er erinnerte sie, daß sein Betragenimmer ihre Freundschaft verdient habe, und daß er ih-res Zutrauens werth sei. Er würde einen solchenAuftrag nicht unternommen haben, wenn er nicht über-zeugt wäre, die Befolgung seiner Vorschläge sei mitden größten Vortheilen für Athen verbunden. IhrGebiet liege in der Mitte zwischen den streitendenPartheien, sie würden folglich immer den Schauplazdes Kriegs in ihrem Lande haben, und dadurch un-vermeidlich zu Grunde gerichtet werden.Als Alexander seinen Vortrag geendigt hatte, spra-chen zuerst die Sparter; sie seien von ihrer Republikabgeschikt, die Maasregeln der Barbaren zu vereiteln,mit denen sie blos wegen Athen in einen blutigenKrieg verwikelt wären. Die Athener allein seien dieUrsache des Krieges, der über ganz Griechenland ver-breitet sei, sie würden jezt nicht ihre Freunde undBundesgenossen verlassen, mit deren Unterstüzung sieUrsache hätten zufrieden zu sein; wie wäre es möglich,sich mit Barbaren zu verbinden, deren Treulosigkeitbe-

a im Bejelgen die

###1###