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1 (1821)
Entstehung
Seite
128
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Geschichte der Griechen,128zur Flucht offen ließe. Diese Gründe waren den Grie-chen so einleuchtend, daß sie den Vorschlag des The-mistokles verwarfen. Dieser gewandte Feldherr be-nuzte jezt seinen Gedanken auf eine andere Art. Erbenachrichtigte nämlich den König durch einen, vielleichtim Einverständniß mit den übrigen Anführern abge-sandten Boten, die Griechen hätten die Zerstörung derBrüke im Sinne. Durch diese Nachricht konnte er ei-nen doppelten Zwek erreichen. Der Rükzug des per-sischen Heeres wurde beschleunigt, aber Themistoklesselbst, der sein Vaterland wohl kannte, und der frü-her oder später das Schicksal erwarten durfte, das erselbst dem Aristides bereitet hatte, sicherte sich dadurcheinen Zufluchtsort an dem Hofe des Xerxes, der inder That die Botschaft des Themistokles als einen Be-weis von Achtung und Theilnahme betrachtete.Mardonius riß jezt den König aus der Verlegen-heit. Er stellte ihm den Verlust der Flotte als unbe-deutend vor, zählte ihm die großen Hülfsquellen auf,die ihm zu Gebot stünden, schob die Schuld der ver-lornen Schlacht auf die Untreue der Bundesgenossen,und rieth ihm, schnell nach Asien zurükzukehren, da-mit nicht der Ruf den Verlust übertreibe, und imHerz seiner Staaten Unruhen veranlasse. Er erbotſich, Griechenland zu, unterjochen, wenn ihm der Kö-nig dreimalhunderttausend Mann auserlesener Truppenanvertrauen wolle. Athen sei erobert, und der Zwekdes Feldzuges erreicht. Er hafte mit seiner Personfür den Ausgang des Krieges. Der König befolgtegerne diesen Rath, der seine Ehre zu retten schien,und ganz mit seinen Gefühlen übereinstimmte. Er be-fahl sogleich den Aufbruch des Heeres. Den Mardo-nius ließ er mit dreimal hundert tausend Mann zu-rük, nicht sowohl in der Hoffnung, Griechenland zubezwingen, als, um seine Flucht zu deken. Die Flottesegel-

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