Zwölfter Abschnitt.129.segelte von der Rhede von Phalerus in Verwirrungab, und ankerte in dem Hafen von Cumae, einerPflanzstadt der Aeolier auf der Küste von Kleinasien.Der König überließ die Sorge für sein Heer denAnführern, und eilte, von Artabazus begleitet, an denHellespont, den er fünf und vierzig Tage nach derSchlacht bei Salamis erreichte. Hier fand er die Brükedurch einen kurz vorher eingetretenen Sturm zertrüm-mert, und segelte, über die Merenge nach Asien. Erwählte Sardis zu seinem Hoflager, wo er bald imsinnlichen Vergnügen das Unglük seines Heeres ver-gaß.Dieses Heer, das im Rükzuge begriffen war, em-pfand nun die Folgen der Zerstörung, die es bei sei-nem Zug nach Griechenland verübt hatte. Die Vor-räthe an Lebensmitteln, die sich noch in den verödetenLändern fanden, waren bald aufgezehrt, die Zufuhrzur See war wegen der Jahreszeit; mitten im Win-ter, unmöglich, der Hunger zwang die unzählige Men-ge, sich von den Wurzeln, die sie zufällig in der Er-de fanden, von Baumrinden und Blättern zu nähren;Seuchen waren die unausbleibliche Folge des Hun-gers; so kamen die unglüklichen Ueberbleibsel des mäch-tigsten Heeres, das die Geschichte kennt, nicht verfolgtvon den Griechen, aber größtentheils eine Beute derGeier und Raubthiere, an den Hellespont, und vonda nach Sardis, Mardonius nahm in Thrazien undMazedonien Winterquartiere; dieses Ende nahm derFeldzug des Xerxes. Wenn wir auch diese merkwür-digen Ereignisse blos durch griechische. Geschichtschrei-ber kennen, so beweist doch der Erfolg die Wahrheitdieser Thatsachen im Allgemeinen. Man kennt keinepersischen Geschichtschreiber aus jener Zeit, und es isteine Sage, die kaum der Erwähnung verdient, daßder
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