Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
127
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127Zwöfter Abschnitt.Glük seiner Rettung zu danken. Er war es, der dieübrigen Anführer der Flotte durch seine Beredsamkeitund durch seinen umfassenden Geist im Rathe lenkte,der sie da, wo er durch seine Gründe nicht überzeugenkonnte, durch List zum Kampfe zwang, der an demTage der Entscheidung überall gegenwärtig war, woGefahr drohte, und durch die herrlichsten Thaten alleübertraf. Als nach der Schlacht über den Preis derTapferkeit und die Belohnung berathschlagt wurde, gabjeder Anführer sich selbst als des höchsten Lohnes wür-dig an, aber fast alle gestanden, Themistokles habe denzweiten Preis verdient. Dieses Geständniß setzte ihnohne Zweifel an die erste Stelle. Die Sparter er-kannten zwar ihrem Mitbürger, dem Eurybiades, alsobersten Befehlshaber der Flotte, den höchsten Preisdes Ruhmes zu, aber sie ehrten das entschiedene Ver-dienst des Themistokles durch eine Auszeichnung, dieausser ihm Niemand erhielt, denn als er kurze Zeitnach dieser denkwürdigen Begebenheit in Sparta war,ließen sie ihn bei seiner Rükkehr durch die königlicheLeibwache bis an die Gränze ihres Landes begleiten.Xerxes hatte nach dieser unglücklichen Schlachtkeine dringendere Angelegenheit, als nach Asien zurük-zukehren; Schaam und Bestürzung über sein mißlun-genes Unternehmen kämpften in seinem Gemüthe, unddie lebhafteste Besorgniß, durch ein Treffen zu Landesein Heer vernichtet zu sehen, gewann das Uebergewichtüber seinen Stolz; Mardonius durchschaute die Stim-mung des Königs. Themistokles hatte, obschon diepersische Flotte noch bei Phalerus lag, den Anführernder Griechen vorgeſchlagen, ſogleich nach dem Helle-spont zu segeln und die Brüke der Perser zu zerstö-ren. Aber Aristides stellte vor, wie gefährlich es sei,einen so mächtigen Feind zur Verzweiflung zu bringen;er war überzeugt, Griechenland würde schneller vonden Persern befreit werden, wenn man ihnen den Wegzur