wölfter Abschnitt.125ten das Treffen nicht ab. Eine phönizische Galeerevon vorzüglicher Pracht, geführt von Ariabignes, ei-nem Bruder des Xerres, eilte voraus; ihr Lauf wur-de von einer athenischen Galeere unterbrochen, bei demersten Angriff verlor sie ihr Vordertheil, der zweitebegrub sie unter den Wellen. Die Athener jauchztenüber dieses glückliche Vorspiel, sie warfen sich mit un-widerstehlicher Kraft auf die feindliche Linie. Xerxessah diesem Treffen von dem Berge Aegiales zu, undseine Gegenwart wirkte auf den Muth der Flotte,aber fruchtlos war die Anstrengung derselben gegen dievon Vaterland und Freiheit begeisterten Griechen; mitdieser hohen Tugend verbanden sie ihre Ueberlegenheitin dem Lenken ihrer Schiffe, und so gelang es ihnen,die vordersten Schiffe der Phönizier theils zu versen-ken, theils zu zerstreuen. Schreken und Verwirrungergriff nun die hintern Reihen, was nicht floh, wardvon den Athenern umringt und zu Grunde gerichtet.Während der rechte Flügel der Perser geschlagenwurde, waren die Schiffe vom Peloponnes und vonAegina mit den Joniern im Gefecht. Themistokleshatte, als die Flotte von Artemisium absegelte, an denPläzen, wo die Jonier ihre Wasservorräthe einnah-men, diese, als Abkömmlinge von Athen ermahnt, ihrVaterland nicht zu bekämpfen, dem sie ihren Ursprungverdankten; in dem Treffen sollten sie die Perser ver-lassen, und den Griechen den Sieg erleichtern. Siefolgten dieſem Rathe am Tage der Entſcheidung, vieleverließen die Sache des großen Königs und erklärtensich für die Griechen, oder wichen dem Treffen aus,so ward auf diesem Flügel der Sieg leichter entschie-den, aber auch hier ward in den Grund gebohrt, wassich nicht mit der Flucht rettete.Artemisia, die Königin von Halicarnassus, zeich-nete sich in dieser Schlacht durch Klugheit und Muthaus, sie verließ erst das Treffen, nachdem der Siegfür
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