Geschichte der Griechen,124Gefahr seines Vaterlandes, urd hielt es für, seinePflicht, ohnerachtet er verbannt war, ihm sein Daseynzu widmen. Er eilte sogleich zu dem Themistocles,theilte ihm die Nachricht von dem Stand der feindli-chen Flotte mit, und dieser vergalt seinen Edelmuthmit gleicher Offenheit. Das Wohl des Vaterlandeswar der höchste Richtpunkt dieser beiden verdienstvollenBürger, sie sezten alle ihre früheren Verhältnisse beiSeite; die allgemeine Gefahr zu entfernen, sich wech-selseitig zu unterstüzen, und Griechenland zu retten,war ihr einziger, höchster Zwek. Themistocles ersuchteden Aristides, die versammelten Anführer selbst vonder Gefahr zu unterrichten. Aber diese hielten dieNachrichten des Aristides für verdächtig, weil manwähnte, er wolle der Sicherheit der auf Salamis be-findlichen athenischen Familien die Wohlfahrt Griechen-lands aufopfern; als aber ein von der persischenFlotte zu den Griechen übergegangenes Schiff ausTenos den Bericht des Aristides bestättigte, rüstete sichdie ganze Flotte zur Schlacht.Schon vor dem Anbruch des Tages waren dieSchiffe der Griechen in die Schlachtlinie geordnet.Bei dem Aufgang der Sonne erschollen die Hymnen,die Päane und die Kriegsgesänge, von dem Schalleder Trompeten begleitet. Themistokles verschob jedochdas Treffen, bis der zur gewissen Stunde eintretendeWind sich erhob, der den leichteren Schiffen der Grie-chen günstig, den Feinden aber entgegen war. DieAthener standen den Phöniziern gegenüber, die denrechten Flügel der persischen Flotte bildeten. Aufdem rechten Flügel der Griechen waren die Pelopon-neser gegen den linken Flügel der Feinde, den die Jo-nier und die übrigen asiatischen Griechen behaupteten,aufgestellt. Die Athener gaben das Zeichen zur Schlacht,die Perser, im Vertrauen auf ihre große Anzahl, lehn-ten
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