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1 (1821)
Entstehung
Seite
123
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123Zwölfter Abschnitt.sus, gegenwärtig war. Da die Anführer die Gesin-nungen des Xerxes kannten, so stimmten sie alle fürdie Schlacht, nur Artemisia war dagegen; sie stelltedem König vor, die Absicht seines Feldzuges sei er-reicht, und Athen erobert. Wolle er ganz Griechen-land unterjochen, so müsse er sein Heer gegen den Pe-loponnes führen. Die griechische Flotte würde danndieser Halbinsel schnell zur Hulfe eilen. Sie kennedie Geschiklichkeit der Griechen zur See; eine verlorneSchlacht würde sowohl die Flotte, als das Heer dergrößten Gefahr aussezen. Der König befolgte diesenklugen Rath nicht ganz, er befahl seinem Heere gegenden Peloponnes aufzubrechen, und der Flotte, gegendie Stellung der Griechen in der Meerenge bei Sala-mis vorzurüken. Diese Bewegungen veranlaßten dieGriechen zu dem Entschluß, dem Peloponnes zu Hülfezu eilen. Aber Themistokles, dessen durchdringenderGeist die traurigen Folgen dieses Entschlusses erwog,ließ durch einen seiner Diener dem König der Perserdie Nachricht bringen, die Griechen seien uneinig, einTheil sinne auf den Rükzug; die Athener seien entschlos-sen, sich für die Perser zu erklären, jezt sei der Zeit-punkt den Krieg mit einem Schlage zu endigen. Xer-res gab sogleich den Befehl, die beiden Meerengen,die die Insel Salamis von dem festen Lande trennen,zu sperren. Die kleine Insel Psyttalea am Eingangder östlichen Meerenge ward von einigen hundert Per-sern besezt, um die Griechen, die vielleicht bei demVerlust der Schlacht hier Rettung suchen würden, auf-zufangen.In diesem entscheidenden Augenblik kam Aristides,der sich nach seiner Verbannung von Athen nach Aeginagewendet hatte, bei der griechischen Flotte an. Einkleiner Kahn brachte ihn des Nachts mitten durch diepersische Flotte. Dieser tugendhafte Bürger kannte die-Ge-