Geschichte der Griechen,122folg eine Schlacht liefern könnten. Der Oberbefehls-haber der griechischen Flotte, der Sparter Eurybiades,stimmte zwar dem Themistokles bei, allein die übrigenAnführer bestanden auf der Abfahrt nach der Erdengevon Korinth; der Streit ward so heftig, daß Adi-mant, der Anführer der Korinthischen Schiffe, denStok gegen Themistokles erhob, und ihm vorwarf, dieAthener hätten kein Vaterland, folglich auch keineStimme in der allgemeinen Angelegenheit der Griechen.»Schlage aber höres antwortete Themistokles. »Man„wirft uns im Angesicht der Griechen vor, daß wirveinen Steinhaufen verließen, um der Sklaverei zuventgehen? Athen ist zerstört aber nicht die Athener.„Sie haben zweihundert Schiffe, die ich anführe. Hier,auf dieser Stätte sollen sie kämpfen; verschmäht manvihre Hülfe, so sollt ihr bald hören, daß die Athenerveine blühendere Stadt und gesegnetere Fluren besizen,vals die sind, welche sie verließen. Auf dich, Eury-„biades, kommt es jezt an, zwischen der Ehre, Grie-schenland zu retten, und der Schande seines Unter-„gangs zu wählen. Hier schüzen wir unsere Frauenund Kinder, und Megara, die mit uns verbündete»Stadt; wenn ihr abzieht, schiffen wir mit unsern»Frauen und Kindern nach Italien, um dort eine„Macht zu gründen, die uns ehedem die Orakel ver-»hießen. Wenn ihr solche Verbündete, wie die Athe-vner, verloren habt, dann werdet ihr euch der Worteꝺdes Themiſtokles erinnern.« Dieſe Rede beſtimmteden Eurybiades zu dem Befehl, die Flotte sollte ihreStellung bei Salamis nicht verlassen.Xerxes, dessen Flotte durch die Hülfe seiner Bun-desgenossen wieder auf die Zahl von zwölfhundertSchiffen angewachsen war, hatte die Anführer der ver-schiedenen Geschwader zu einem Kriegsrathe berufen,bei dem auch Artemiſia, die Koͤnigin von Halicarnaſ-ſus,
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