Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
113
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Eilfter Abschnitt.113ten das Orakel zu Delphi, und erhielten zur Antwort,sich nicht in die Angelegenheiten der Griechen zu mi-schen; die Corcyräer rüsteten zwar 60 Galeeren aus,aber sie kreuzten an den südlichen Küsten des Pelo-ponnes, und hatten den Befehl, den Erfolg des Kam-pfes abzuwarten und sich für die Sieger zu erklären.Die Thessalier, die durch ihre Anführer gestimmt wa-ren, sich mit den Persern zu verbinden, versprachenzwar, sich mit den Griechen zu vereinigen, aber nurunter der Bedingniß, wenn diese die Engpässe ver-theidigen würden, die aus Untermazedonien nach Thes-salien führen. Die Sparter, von Evaenetus befehligt,und die Athener unter Anführung des Themistoclesstellten zehntausend Mann an den Ufern des Peneusauf, die Reiterey der Thessalier vereinigte sich mit ih-nen; aber sie erfuhren, daß die Perser durch einen leich-tern Weg in Thessalien eindringen könnten; Alexan-der, König von Macedonien, obschon er mit seinenTruppen zu den Persern gestoßen war, hatte die Grie-chen von der Gefahr unterrichtet; sie zogen sich an dieErdenge von Korinth zurük. Die Thessalier folgten nundem Heere der Perser.Die Böotier waren seit langer Zeit mit den Uthe-nern in einer zwischen Nachbarstaaten gewöhnlichenFeindschaft, und unterhielten eine Verbindung mit denPersern. Die Phozäer vertrauten dem Schuze desdelphischen Orakels, und in dem Peloponnes selbst wa-ren die Argier, die alten Feinde der Sparter, nichtzur Theilnahme an dem Kriege gegen den allgemeinenFeind zu bewegen. Sie standen vielmehr in Unter-handlung mit demſelben. So blieb nur eine kleineAnzahl von Völkern und Städten zur VertheidigungGriechenlands übrig. Vertrauend auf ihren Muthblieben Athen und Sparta fast allein entschlossen, demFeind entgegen zu gehen, und für die Freiheit desVater⸗