Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
103
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103Eilfter Abschnitt.spielten in diesem denkwürdigen Kriege eine nicht min-der glänzende Rolle als Athen und Sparta.Der unglükliche Ausgang des Feldzuges unterDatis und Artaphernes erbitterte den Darius nochmehr; er beschloß nun den Krieg in eigner Person zuführen, und es wurden im ganzen Umfang seines wei-ten Reiches unermeßliche Zurüstungen gemacht. Alleineine Empörung in Aegypten und ein Streit unterDarius Söhnen über die Erbfolge verzögerte denFortgang des Unternehmens. Kaum waren jedochdiese Unruhen gestillt, als Darius starb, und Xerxesden Thron von Persien bestieg. Dieser Fürst erbteden Haß seines Vaters gegen die Griechen, denn esliegt in der Natur der Tyrannei, daß sie freye Ver-fassungen sogar nicht bei den Nachbarstaaten duldet.Der neue Monarch, vielleicht aufgereizt durch die Kriegs-begierde seiner nächsten Umgebungen, berief die sämmt-lichen Großen seines Reiches, und trug ihnen seinenWillen vor. Die Versammlung horchte den Wortendes Herrschers, und froher Beifall ertönte aus demMunde dieser Sklaven; nur Artaban, des Königs Oheim,stand mit der Freimüthigkeit eines redlichen erfahrnenMannes auf, und sprach: »Mein Alter und meineSorge für dein Wohl berechtigen mich, meine Mei-nung frey zu sagen. Als mein Bruder, dein Vater,»die Scythen bekriegen wollte, war mein Rath gegendiese Unternehmung. Das Volk, das du nun bekrie-gen willst, ist weit furchtbarer als die Scythen.Konnten die Athener allein das zahlreiche Heer desDatis und Artaphernes besiegen, was können wirvon der Vereinigung aller Griechen erwarten? Duwillst eine Brüke über die See schlagen, um aus Asiennach Europa überzugehen? Wie wenn die Griechendiese Brüke nach dem Uebergange deines Heeres zer-störten, und ihm den Rükzug abschnitten? Wir ha-eben