Geschichte der Griechen,102an dem persischen Hofe, Leotychides wurde an seine Stel-le zum Throne berufen. Kleomenes starb bald nachhervon seiner eigenen Hand in einem Anfall von Raserey.Ihm folgte der hochherzige Leonidas auf den Thron, der-selbe, der sich in dem Gefecht bei Thermopylae unsterb-lichen Ruhm erwarb.Während dieser Ereignisse genoßen die übrigenStaaten des Peloponnes der Ruhe. Die Arkadier undArgier beschäftigten sich mit Viehzucht und Feldbau,Korinth vermehrte und genoß seine durch blühendenHandel zuströmende Schäze; Elis war glüklich imBesitze der Oberaufsicht über die olympischen Spiele,sein geheiligter Boden war der Siz der Ruhe, wäh-rend andere Staaten in äusserliche und innerliche Feh-den verwikelt waren. In den nördlichen Freistaatenfreute sich Phocis im Glanze und dem Reichthum desdelphischen Orakels; zwar versuchten die benachbartenThessalier und die barbarischen Etolier oft Einfälle,aber diese störten die Ruhe der Bewohner nur augen-bliklich, es waren Raubzüge, die immer zurükgeschla-gen nie den Charakter des Krieges annahmen. The-ben behauptete seine angemaßte Herrschaft über dieStädte von Böotien; die Athener, deren Absicht aufdie Beherrschung zur See gerichtet war, störten denBesiz der Theber nicht, obschon sie wußten, daß dieOberhäupter dieses Staates im heimlichen Solde derPerser standen. Die übrigen kleinen Staaten folgtendem Schiksal ihrer mächtigen Nachbarn; die asiatischenPflanzstädte der Griechen, so wie die Besizungen der-selben in Thrazien und Macedonien, trugen das per-sische Joch, und waren dem großen König zinsbar;dagegen behaupteten die afrikanischen Kolonien ihreUnabhängigkeit, und die griechischen Städte in Italienund Sizilien, deren Geschichte mit dem Kampf ihrerMutterstaaten gegen die Perser innig zusammenhängt,piel-
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