Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
80
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Geschichte der Griechen,30wortete, ohne den Zwek dieser Frage zu merken, essey eine Reise von ungefähr drey Monaten. Kleome-nes befahl ihm, Sparta vor dem Untergang der Sonnezu verlassen. Vergebens suchte Aristagoras den Kö-nig durch Bestechung zur Hülfe zu bewegen; er reistenach Athen, wo ein günstiger Zufall seine Absichtenunterſtüzte.Hippias hatte nach vergeblichem Versuche, durchdie Unterstüzung von Sparta sich Athens wieder zubemächtigen, bey dem König von Persien Hülfe gesucht.Artaphernes, der persische Statthalter zu Sardis, hattevon seinem König den Befehl erhalten, dem Hippiasdie Herrschaft über Athen wieder zu verschaffen. Erhatte den Athenern erklärt, daß sie den Hippias aufden Thron seines Vaters sezen, oder die Rache desgroßen Königs fürchten sollten. Diese Erklärung wareben zu Athen bekannt geworden, und das versammel-te Volk hatte beschlossen, sich dem Feinde ihrer Frei-heit nicht zu unterwerfen, sondern der Macht Persienskühn entgegen zu treten. Dies war der Zeitpunkt,in welchem Aristagoras in Athen eintraf. Die Ver-sammlung des Volks hatte kaum das Gesuch des Mi-lesiers vernommen, als dieselbe beschloß, den JoniernBeistand zu leisten. Mit möglichster Eile wurdenzwanzig Schiffe in dem Hafen von Athen, und fünfzu Cretria ausgerüstet; sie segelten nach Milet, demSammelplatz der jonischen Streitkräfte, und von danach Ephesus. Hier wurden die Krieger ausgeschifft,und das Heer zog sogleich vor Sardis, die Haupt-stadt von Lydien und der Wohnsiz des persischen Statt-halters. Die Perser waren nicht zum Kriege bereit;sie konnten nicht die weitläufigen Mauern von Sar-dis gegen die Belagerer vertheidigen, und zogen sich,die Stadt der Willkühr des Feindes überlassend, indie Festung zurük. Während die Sieger sich mitPlün-