56Geschichte der Griechen,und sie mit tyrannischer Härte zu behandeln. Es istnicht unwahrscheinlich, daß Sparta den ganzen Pelo-ponnes, von dem es nach der Eroberung von Messenezwey Fünftheile besas, nach und nach zu unterjochengestrebt habe, allein es fand kräftigen Widerstand vonden Arkadiern, einem Hirtenvolke Aeolischer Abkunft,das in Verbindung mit den Bewohnern von Argosseine Gränzen gegen die Einfälle der räuberischenNachbarn tapfer schüzte.Mit dem Staate von Korinth, das sich durch sei-ne vortheilhafte Lage an der Erdenge, die den Pelo-ponnes mit dem nördlichen Griechenlande verbindet,und durch den Handel in seinen zwey Seehäfen frühezu Wohlstand und Reichthum empor gehoben hatte,war Sparta im Frieden. Die Korinther hatten Hülfs-völker gegen die Messener gesandt, und obschon derHandel den Spartern untersagt war, so konnten siedennoch sich der Bedürfnisse nicht ganz entschlagen, die ih-rem Lande von der Natur versagt waren. Die Schrift-steller, die uns mit den Naturprodukten von Lakonienbekannt gemacht haben, erwähnen der Mineralien nicht;die Seltenheit des Eisens läßt sich aus der Verfü-gung Lykurgs schließen, der Münzen aus Eisen verfer-tigen, ausglühen und in Essig löschen ließ, damit sienicht zu anderm Gebrauch verarbeitet werden konnten.Die nöthigen Waffen wurden wahrscheinlich von demhandelnden Volke der Korinther zugeführt, und daherentsprang eine nothwendige Verbindung.Mit der Provinz Elis lebten alle Staaten Grie-chenlands im Frieden. Wir haben schon oben bemerkt,daß Iphitus, ein Zeitgenosse Lykurgs, die olympischenSpiele wiederherstellte, und ihre Feier nach Elis ver-legte. Da mit diesen alle vier Jahre wiederkehren-den Spielen ein Stillstand aller Feindseligkeiten ver-bun⸗
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In Beziehe.