Geschichte der Griechen,52das Leben, denn der große Schild stieß während demFalle an die Wände der Höhle, und brach hierdurchwahrscheinlich die Heftigkeit des Falles. Zwey Tagelag der Held in diesem fürchterlichen Kerker; am drit-ten Tage hörte er ein Geräusch. Er blikte auf, undsah einen Fuchs, der an den Körpern nagte. Er er-griff das Thier, sicherte sich gegen den Biß desselben,und beschloß, ihm zu folgen. Der Fuchs floh nacheiner Spalte in dem Felsen, durch die er in die Höh-le gekommen war. Aristomenes stieg durch diese Oeff-nung und begab sich sogleich nach Eira, wo er vonseinen entzükten Mitbürgern mit Jubel empfangen ward.Bald erfuhren die Sparter, daß Aristomenes sichgerettet habe, denn dieser unermüdliche Feldherr griffwenige Tage nach seiner Befreiung eine Schaar ko-rinthischer Truppen an, die den Spartern bey derEroberung von Eira Hülfe leisten sollten. Er, alleinund ohne alle Begleitung, fiel in einer finstern Nachtdie ohne Vorsicht gelagerten Korinther an, und hiebihrer eine große Anzahl nieder. Er kehrte sogleichnach Eira zurük, und brachte dem messenischen Jupiterdie Hecatomphonia, ein Opfer, welches nur derjenigedarbringen konnte, der hundert Feinde mit eignerHand erlegt hatte. Es war das drittemal, daß dermessenische Feldherr dieses schrekliche Opfer feierte.Eilf Jahre hatte nun die Festung Eira durch eineneinzigen Helden jede Anstrengung der Belagerer verei-telt. Im zwölften Jahre fiel sie durch zufälligen Ver-rath. Ein lacedämonischer Sklave war seinem Herrnentflohen, und lebte in Eira im Verständnisse mit derFrau eines Messeners. In einer stürmischen Nacht warder Messener unerwartet nach Hause gekommen. Ererzählte seiner Frau, daß es unmöglich sey, die Wachenauf den Bergen bey dem herabströmenden Regen besezt
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