Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
50
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50 Geschichte der Griechen,Kriege war, aber sich niemal als Krieger ausgezeichnethatte. Er war jedoch ein vortrefflicher Dichter, unddie wenigen Ueberbleibsel seiner Werke verdienen dieBewunderung unserer Zeiten. Er ward von den Spar-tern als ein Bote der Götter aufgenommen, und sieglaubten sich unter seiner Anführung unüberwindlich.Alléin Aristomenes schlug sie dreimal in der Ebene vonStenyclara; in dem dritten Treffen wurden sie gänz-lich zerstreut, und die verfolgenden Messener tödtetenihrer sehr viele auf der Flucht. Die Dörfer und dieoffenen Städte wurden von den streifenden Siegerngeplündert, und ihre Bewohner in die Gefangenschaftgeführt. Auf einem dieser Streifzüge fieng Aristome-nes mehrere Töchter der Sparter, die ein Fest derGöttin Diana feierten; er schüzte sie gegen die Frech-heit seiner Begleiter, und sandte sie ohne Lösegeld nachSparta zurük. Diese schöne Handlung ward ihm kurzdarauf vergolten, denn als er einen bey der StadtEgile liegenden Tempel der Ceres überfiel, wo diespartischen Frauen das Fest der Göttin feierten, stürz-ten sich diese mit Opfermessern und Feuerbränden be-waffnet so wüthend auf seine Schaar, daß sie zurük-getrieben und er selbst gefangen wurde. Die Ober-priesterin Archidamia, die schon lange die Tapferkeitdes messenischen Feldherrn verehrt hatte, entlies ihnjedoch am folgenden Tage.Die Sparter, muthlos durch das ununterbroche-ne Glük der Messener, beschlossen nun den Krieg auf-zugeben, und ihre Feinde in dem ruhigen Besiz derwieder erkämpften Freiheit zu lassen. Schon war die-ser Entschluß von dem versammelten Volke genehmigt,als sich Tyrtaeus allein widersezte. Die Sparter be-schlossen nun den Krieg fortzusezen; es ward ein neuesHeer geworben und gegen Messene geführt. Aber dieSparter trauten ihrer eigenen Kraft nicht mehr, siever-