Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
47
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47Fünfter Abschnitt.gen Gefechten verloren, und Aristodemus sich dem Un-glük seines Vaterlandes durch freiwilligen Tod entzo-gen hatte. Noch fünf Monate vertheidigten sie Itho-me; sie übergaben es, nachdem alle Vorräthe aufgezehrtwaren. Die Einwohner, die in gastfreundlicher Ver-bindung mit Sicyon, Argos und Arkadien standen,flohen in diese Länder; die Familien, die dem Dienstder Ceres in Messene gewidmet waren, suchten Zufluchtzu Eleusis in Attica; der größte Theil des Volkeskehrte zurük in seine Wohnungen. Sie mußten denSpartern den Eid der Unterwürfigkeit schwören, undihnen die Hälfte ihrer Erndten überlassen. Messeneverschwand nach mehr als dreisigjährigem Kampfe ausder Reihe der griechischen Staaten, und wurde demStaate von Lacedämon einverleibt. Dies geschah imsiebenten Jahrhundert vor der christlichen Zeitrechnung.In diesem ersten messenischen Krieg ereignete sichnoch folgende merkwürdige Begebenheit: Sparta hatteden grösten Theil seiner Bürger in den Krieg gesandt,und sie durch einen feyerlichen Eid verbunden, nichtnach Hause zurükzukehren, bis Messene erobert sey.Dadurch gerieth der Staat in Gefahr, gänzlich ent-völkert zu werden; man berief also alle jungen Män-ner, die bey dem Ausbruch des Krieges das erforderlicheAlter noch nicht erreicht hatten, folglich durch jenenEid nicht gebunden waren, zurük, und befahl ihnen,die Stellen der im Felde stehenden Bürger zu ersezen.Aus diesem regellosen Umgang entstanden viele Kinder,die aber ohne väterliches Erbe waren, und von demStaate selbst nach dem Ende des Krieges mit einerArt von Verachtung behandelt wurden, die ihnen un-erträglich war. Diese unglükliche Lage verband siemit den Heloten, die immer geneigt waren, sich gegenihre gefühllosen Tyrannen zu empören. Es kam eineVerschwörung zu Staͤnde, aber, obschon sie entdektward,