Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
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45Fünfter Abschnitt.griffen die Sparter sogleich an; die Vertheidigung desVaterlandes gegen Habsucht und Raub hatte diese Hel-denschaar mit dem höchsten Muthe begeistert; unaufhalt-sam drang der linke Flügel ihres Heeres unter der An-führung des Königs Euphaes gegen den rechten Flügelder Sparter, den der König Theopompus anführte.Hier ward nach langem Widerstand die Kraft der Spar-ter gebrochen und ihre Reihen in Unordnung gebracht.Theopompus zog sich zurük. Auf dem linken Flügelder Sparter kämpfte der König Polydorus gegen denrechten Flügel der Messener. Diese verloren ihrentapfern Anführer Pytharatus, und wichen nach hart-näckigem Gefecht. Polydorus verfolgte die Weichen-den nicht, denn noch unentschieden wüthete die Schlachtim Mitteltreffen beyder Heere. Die Nacht endigteden blutigen Kampf. Am folgenden Morgen wardjedoch die Schlacht nicht erneuert, aber beide Heeresuchten an um Waffenstillstand, um ihre Todten zu be-graben. Dies Ansuchen ward als Geständniß der ver-lornen Schlacht angesehen.Die Messener hatten zwar den Kampf rühmlichbestanden, aber sie besaßen nicht die Hülfsquellen derSparter; die Erndten in Messene waren durch mehre-re Jahre geraubt, und dadurch die Mittel verschwun-den die festen Pläze zu erhalten. Eine verheerendeSeuche, verbunden mit andern Unglüksfällen, brachtesie zu dem Entschluß, ihre Zuflucht zu den Gebirgenvon Ithome zu nehmen. Sie befestigten diesen Plazso, daß er jedem Angriffe widerstehen, und den nochsehr unvollkommenen Belagerungsmaschinen damaligerZeit Troz bieten konnte. In ihrer äussersten Nothsandten sie eine Bothschaft nach Delphi. Die grausa-me Antwort des Orakels forderte das Blut einerJungfrau aus dem königlichen Geblüte. Das Loostraf die Tochter des Lyciscus, aber die Wahrsager,wahr-