Geschichte der Griechen,44zu widerstehen nicht hoffen durfte. Die Messener zo-gen sich nun in die Städte zurük, und übten sich inden Waffen.Vier Jahre waren seit dem Ueberfall von Ampheiaverflossen. Die Sparter bemächtigten sich der Erndten,und führten alles, was ihnen von Menschen oder Vieh indie Hände fiel, nach Lacedämon. Sie verheerten jedochdas Land nicht, und verschonten die Wohnungen, weil siealles für ihr Eigenthum ansahen. Die Messener warennun in den Waffen geübt, und von hohem Muthe zurVertheidigung des Vaterlandes begeistert. Sie sandtenihre kühnsten Krieger aus, um die Seeküste von Laconienzu verheeren, und der König Euphaes beschloß, da dieersten Versuche geglükt waren, sein Heer in das Feldzu führen. Die Sparter ergriffen begierig die Gelegen-heit, den Krieg, wie sie hofften, in einer Schlacht zu endi-gen. Die Heere näherten sich, und wurden durch einenBach getrennt, der durch den Regen zu einem Stromangeschwollen, den Uebergang unmöglich machte. Nurdie Reiterey sezte an einer seichten Stelle über, und be-gann ein Gefecht, das durch die einbrechende Nacht ge-endigt wurde. Die Messener hatten ihr Lager mit sovielGeſchicklichkeit befeſtigt, daß die Sparter ungeachtet ſiean Macht überlegen waren, sich nicht getrauten, dasselbeanzugreifen. Sie zogen sich unrühmlich zurük, und dieMessener konnten sich rühmen, ihren furchtbaren Gegnerzum Rükzug gezwungen zu haben.Der Senat von Sparta warf dem Heere Entartungvor, und beschloß, den Krieg mit verdoppelter Stärkefortzusezen. Ein Heer von zwanzigtausend Mann, an-geführt von den beiden Königen Theopompus und Po-lydorus, ward in das Feld geführt; die Messener, ihrenKönig Euphaes an der Spize, zogen, obschon minder ander Zahl, dennoch dem Feinde muthig entgegen. Siegriffen
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