Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
42
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Geschichte der Griechen,unterdrükten ihre Rache, als unter der Regierung desAlkamenes, eines Sohnes des Teleclus, und des Theo-pompus, ein neuer Streit entstand, der die nächsteVeranlassung zu dem Ausbruch des Krieges gab.Polychares, ein reicher Messener, hatte mit einemLacedämonier eine Uebereinkunft wegen einer Viehweidegetroffen, und sendete eine beträchtliche Heerde, vonHirten aus seinen eigenen Sklaven begleitet, auf dieseWeide. Euäphnus, so hieß der Lacedämonier, verkauf-te die Heerde sammt den Knechten, und gab gegenPolychares vor, sie wären durch Seeräuber geraubtworden. Aber einer der Hirten entfloh dem Käufer,und entdekte dem Polychares den schändlichen Betrug.Euäphnus, der sich nun entlarvt sah, heuchelte Reue,und versprach den Raub unverzüglich zu ersezen; erberedete den Polychares, seinen Sohn mit ihm nachSparta zu senden, um das Geld für die Heerde inEmpfang zu nehmen. Der Messener war gutmüthiggenug und traute dem Betrüger. Kaum war dieserauf dem Gebiete von Lacedämon angelangt, als er denjungen Messener ermordete.Der unglükliche Vater versammelte nun seineFreunde und Verwandte; er gieng nach Sparta, undflehte die Rache der Geseze gegen das doppelte Ver-brechen von Treulosigkeit und Mord an. Er wendetesich ohne Erfolg an die Könige, an die Ephoren, an den Se-nat und an die Volksversammlung; der Reichthum des Be-klagten (man sieht, wie Lykurgs Geseze kaum 50 Jahre nachihrer Einführung beobachtet wurden) und seine Ränkeüberwogen die gerechte Sache des Messeners. Aufge-bracht durch die grausame Versagung des Rechts kehrteer nach Messene zurück; er ward wahnsinnig aus Ver-zweiflung, und ermordete alle Sparter, die ihm in denWeg kamen.Die