Druckschrift 
1 (1821)
Entstehung
Seite
40
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Geschichte der Griechen,40Eine solche Verfassung trug zur Vervollkommnungder Menschheit, und zu ihren Fortschritten in Bildung,in Erfindung wohlthätiger Künste und gemeinnüzigerGegenstände nichts bey. Sie tauschte mit ihren Nach-barn ihre Kentnisse nicht, und, da der Eintritt indas spartische Gebiet allen Fremden untersagt war,da sogar Schiffahrt und Handel, diese großen Quellender Annäherung entfernter Nationen, den Sparternverboten waren, so blieb dieser Staat in einer Art vonKindheit, als die sämmtlichen Provinzen von Griechen-land bereits auf einen hohen Grad von Bildung ge-langt waren. In der That ist für den philosophischenGeschichtforscher, der die Fortschritte der Menschheitbeachtet, die Geschichte von Sparta nur in Hinsichtdes kriegerischen Einflusses wichtig, den dieses Volkauf ganz Griechenland hatte. Auf einer unzugänglichenInſel des Ozeans, die alle Bedürfniſſe des Lebens er-zeugt; war eine Verfassung, wie die spartische vielleichtausführbar. In der Mitte gebildeter Völker mußte siefallen, nicht weil sie von der ursprünglichen Strengenachlies, sondern weil sie bey den allgemeinen Fort-schritten des menschlichen Geistes allein zurückblieb.Lykurg verpflichtete, nachdem seine Geseze in Lace-dämon angenommen waren, die Könige und das Volkdurch einen feyerlichen Eid, nichts an der Staatsverfas-sung zu ändern, bis er von einer Reise nach Delphizurük käme. Er erhielt hier die Bestättigung seinerGeseze, und sandte sie nach Sparta; er selbst kehrte nichtzurük, und starb auf der Insel Kreta. Er hatte befohlen,seinen Körper zu verbrennen und die Asche in dasMeer zu werfen, damit nicht die Sparter sich durch denBesiz seines Körpers von ihrem Eide entbunden glaubten.Fünf