Geschichte der Griechen,38den Feinden preis zu geben, nur nach langem Zaudernihre Truppen zu dem griechischen Heere. So zerstör-ten sie nach der Schlacht von Aegos Potamos dieMauern und die Verfassung Athens, sezten eine Obrig-keit von 30 Männern ein, die unter dem Namender dreisig Tyrannen bekannt sind, und fiengen ihreRegierung damit an, daß sie mehr als vierhundert derangesehensten und reichsten Bürger hinrichten ließen.In allen Städten Joniens, die nach der Schlacht beyAegos Potamos unter ihr Joch kamen, herrschten siemit der empörendsten Grausamkeit; zu Milet ließensie über achthundert der reichsten, und angesehenstenBürger ermorden, und mißhandelten alle asiatischenGriechen durch Willkühr der Herrschaft, durch Raub,und Plünderung so, daß sie die Herrschaft der Persersehnlich zurückwünschten. Sie begünstigten die empö-rendsten Ungerechtigkeiten, als Phoebidas, ihr Heer-führer, sich der Burg von Theben mitten im Friedenbemächtigte, straften sie zwar die That, allein sie be-hielten den Raub; der Ueberfall des Hafens von Athen,den im tiefsten Frieden Sphodrias unternahm, undzwar von dem Senat zu Sparta gemißbilligt, abersehr wahrscheinlich nur darum, weil derselbe mißlungenwar, sie unterstüzten die Empörung des jüngern Cyrusgegen seinen Bruder, den König Artaxerxes, mit einemsehr beträchtlichen Heer, dessen Ueberbleibsel nach demVerlust der Schlacht bey Kynaxa, Xenophon aus derNähe von Babylon bis an das Euxinische Meer unddann nach Thracien führte, selbst diese tapfere Schaarwurde nach langem Umherirren auf den Küsten vonThracien erſt dann wieder von ihrem Vaterlande auf-genommen, als Artaxerxes den Krieg gegen Spartaerklärt hatte. Die Bürger dieses Staates wurdenoft zum höchsten Grad der Unzufriedenheit gebracht,und dadurch verleitet, die Waffen gegen ihr Vaterlandzu ergreifen; denn als Epaminondas gegen Sparta3og
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